StartBewaffnungIn freier Wildbahn: Zielfernrohrgewehr G28 mit Patrouillensatz

In freier Wildbahn: Zielfernrohrgewehr G28 mit Patrouillensatz

Jan-Phillipp Weisswange

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Als das G28 im Frühjahr 2012 in die Bundeswehr kam, war die Fachwelt erstaunt. Die Truppe wollte seinerzeit aufgrund ihrer Erfahrungen im Afghanistan-Kampfeinsatz ein Zielfernrohrgewehr.

Aufgrund politischer Vorgaben hinsichtlich der Präzision erhielt sie de facto ein halbautomatisches Scharfschützengewehr, einschließlich Schmidt & Bender ZF 3-20 x 50 PM II mit Aimpoint Micro T1-Huckepack und Nachtsichtvorsatz CNVD-T3. Vom Optikpaket war die Waffe seinerzeit vergleichsweise besser ausgestattet als das damalige Scharfschützengewehr G22.

Bereits von Anfang an war angedacht, für das G28 einen „Ergänzungsatz, Patrouille“ zu schaffen, um die Waffe für den mobilen Einsatz etwas leichter und führiger zu machen. Bilder dieses Patrouillensatzes „in freier Wildbahn“ sind jedoch selten.

Jetzt tauchte ein solches auf: Auf dem diesjährigen Scharschützenwettkampf „European Best Sniper Competition“ der U.S. Army in Hohenfels führt ein teilnehmendes deutsches Team ihr G28 mit dem kurzen Slim-Line-Handschutz des Patrouillensatzes mit. Ebenso hat sie neben dem großen Glas auch das kleinere Schmidt & Bender 1-8 x 24 PM II dabei. Dadurch sinkt das Gesamtgewicht der Waffe (inklusive gefülltem Magazin) von 7,7 kg auf etwa 6 kg.

Jan-Phillipp Weisswange