StartBewaffnungKNDS Deutschland und GDELS stellen AGM auf PIRANHA HMC vor

KNDS Deutschland und GDELS stellen AGM auf PIRANHA HMC vor

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KNDS Deutschland und General Dynamics European Land Systems (GDELS) stellen bei der diesjährigen Future Artillery Conference in Paris das unbemannte Artillerie-Geschütz-Modul (AGM) auf dem Piranha Heavy Mission Carrier (HMC) vor. Die gemeinsam entwickelte Systemlösung kombiniert das vollautomatisierte 155-mm-Geschützmodul mit 52-Kaliberlängen-Rohr von KNDS Deutschland mit dem vor kurzem vorgestellten Piranha HMC aus dem Hause GDELS. Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 40 Tonnen und einem Wendekreis von weniger als 18 Metern vereint das System laut der Unternehmen eine überragende taktische Mobilität mit überlegener artilleristischer Feuerkraft.

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Das unbemannte Artilleriemodul AGM auf dem 10×10 Piranha HMC. (Foto: KNDS/GDELS)

AGM auf Piranha HMC kann uneingeschränkt mit einer Besatzung von zwei Personen betrieben werden. Optional bietet das Fahrzeug ausreichend Platz für ein weiteres Besatzungsmitglied oder zusätzlichen Stauraum. Der Wirkbereich des Artillerie-Geschütz-Moduls beträgt 360°. Dank des robusten 10×10 Multi-Link-Fahrwerks ist eine mechanische Abstützung bei Schussabgabe wie bei anderen, konventionellen Radhaubitzen nicht erforderlich und erlaubt das Feuern der Hauptwaffe aus der Bewegung.

Das AGM bietet vollständige Autonomie des Gesamtsystems in Führung, Navigation und Feuerleitung sowie vollkommen neue Einsatzoptionen durch die systembedingte Stabilität. Entscheidender Faktor für die Reduktion der Arbeitsbelastung für die Besatzung ist der konsequente Einsatz von systemgestützter Intelligenz in Verbindung mit Robotik. Die Fähigkeiten «Shoot & Scoot» und MRSI (Multiple Rounds Simultaneous Impact) sowie das indirekte wie auch direkte Richten gegen bewegliche Land- und Seeziele tragen zur Leistungsfähigkeit des Systems bei.

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Das System kann unabgestützt und selbst aus der Fahrt rundum wirken. (Foto: KNDS/GDELS)

Mit der neuen Radhaubitze setzen zwei maßgebliche europäische Systemhäuser die Zusammenarbeit fort, die bereits mit dem Artilleriesystem DONAR auf dem Kettenfahrzeug der Schützenpanzer-Familie ASCOD begonnen hat. Das Artilleriemodul AGM wird von KNDS auch auf dem 8×8-Radpanzer Boxer in der Variante RCH 155 angeboten und empfiehlt sich damit als querschnittliches System, so die Hersteller.

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Mit dem AGM auf den beiden führenden Radpanzerfamilien der westlichen Welt könnten nicht nur die Fähigkeiten im Bereich der indirekten Feuerunterstützung, sondern auch die Interoperabilität im NATO-Kontext einen erheblichen Zuwachs erfahren. Die Kooperation zwischen KNDS Deutschland und dem europäischen Zweig des amerikanischen General-Dynamics-Konzerns stärke nicht zuletzt die transatlantische Kooperation.

Stefan Axel Boes