Rheinmetall und Lockheed Martin, Partner im Global Mobile Artillery Rocket System (GMARS)-Programm, haben den ersten Testschuss des Werfers erfolgreich durchgeführt und damit dessen Fähigkeit zum Abschuss von GMLRS-Raketen unter Beweis gestellt. Dabei handelt es sich um dieselbe Munition, die auch von den deutschen Streitkräften und verbündeten Nationen weltweit verwendet wird. Der Werfer kann mit einer erweiterten Ladung von zwei ATACMS-, vier PrSM- oder zwölf GMLRS Standard- beziehungsweise Extended-Range-Raketen bestückt werden.
GMARS, das auf der HX-Fahrzeugfamilie von Rheinmetall MAN Military Vehicles basiert, bietet nach Angaben der beiden Unternehmen ein hohes Maß an Interoperabilität und Austauschbarkeit mit den bereits im Einsatz befindlichen M270A2- und HIMARS-Werfern. Damit sei er eine ideale Lösung für die in Europa operierenden Streitkräfte. Die Fähigkeit des Systems, derzeit vorhandene und zukünftige Raketen mit hoher und extremer Reichweite zu starten, stelle einen entscheidenden Vorteil auf dem modernen Gefechtsfeld dar.
Hersteller betonen Bau von GMARS in Europa
„Wir freuen uns sehr, diesen wichtigen Meilenstein im GMARS-Programm erreicht zu haben“, so Dr. Björn Bernhard, CEO Rheinmetall Vehicle Systems Europe. „Wir sind zuversichtlich, dass GMARS schon heute die zukünftigen Anforderungen unserer Kunden erfüllen wird.“ Ziel sei es, den militärischen Kunden ein in Europa gebautes hochmobiles, überlebensfähiges und vielseitiges Raketenartilleriesystem mit großer Reichweite und weltweit führender Präzision zu bieten.
„Lockheed Martin ist bestrebt, innovative Lösungen zu liefern, die den zukünftigen Bedürfnissen unserer Kunden gerecht werden“, so Paula Hartley, Vice President und General Manager of Tactical Missiles bei Lockheed Martin. „Das GMARS-Programm ist ein hervorragendes Beispiel hierfür, und wir freuen uns, dass wir die Fähigkeiten im scharfen Schuss erfolgreich demonstrieren konnten. Mit dem Erreichen dieses Meilensteins sind wir in der Lage, diese Fähigkeit schnell zu qualifizieren und auf den Markt zu bringen.“
Redaktion/sab



