StartMobilitätSupacat Jackal 3 Extenda für tschechische Spezialkräfte

Supacat Jackal 3 Extenda für tschechische Spezialkräfte

Der britische Fahrzeughersteller Supacat hat erstmals eine Exportauftrag für seinen Jackal High Mobility Transporter (HMG) erhalten. Das tschechische Verteidigungsministerium bestellte am gestrigen Freitag 18 Fahrzeuge der Version Jackal 3 Extenda, um die Landrover der 601. Spezialkräftegruppe zu ersetzen. Bislang war die Serie nur bei den britischen Streitkräften im Einsatz, mit Ausnahme von vier für den Einsatz in Mali an Estland ausgeliehenen Fahrzeugen.

Der von Supacat entwickelte Jackal ist eine vielseitige hochmobile Waffenplattform, die für Aufklärung, Patrouillen und logistische Aufgaben eingesetzt werden kann. Er wurde ursprünglich als Antwort auf einen einsatzbedingten Sofortbedarf der British Army für Afghanistan entwickelt. Mittlerweile ist das Fahrzeug integraler Bestandteil von Bodenoperationen und -taktiken des Heeres. Jackal-Varianten werden zur Fernaufklärung, schnelle Angriffsoperationen, zur Feuerunterstützung und für den Konvoischutz verwendet.

Jackal 3 Extenda mit zusätzlicher Achse

Im vergangenen Jahr erhielten Supacat und ihr Partner Babcock einen Auftrag über 53 weitere Fahrzeuge in einer verlängerte sechsrädrigen Variante mit der Bezeichnung Jackal 3 Extenda. Die zusätzliche Achse soll eine größere Nutzlast bei gleicher Geländegängigkeit und einer Geschwindigkeit von bis zu 120 km/h erlauben. Die Fahrzeuge sollen bis Anfang 2026 ausgeliefert werden. Der Auftrag für die tschechischen Spezialkräfte nutzt offenbar die laufende Produktion für eine zeitnahe Beschaffung.

Die 601. Spezialkräftegruppe erhielt ihre heutige Bezeichnung 2003, geht aber auf die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgestellten Fallschirmjäger der Tschechoslowakei zurück. Das ursprüngliche 71. Luftlandebataillon setzte zunächst die Tradition von Aufklärungs- und Sabotagemissionen des Exil-Nachrichtendienstes während des Krieges fort. Ab 1952 folgte die Truppe als Fallschirmjägerregiment beziehungsweise -brigade der sowjetischen Luftlandedoktrin.

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Seit 1976 konzentrierte sich das damalige 22. Fallschirmjägerregiment wieder auf die Ausbildung von Kleingruppen für Aufklärung und Sabotage, wurde 1988 erneut zur Brigade, 1995 in 6. Spezialkräftebrigade und 2001 in 6. Spezialkräftegruppe umbenannt. Beginnend mit Operation Desert Storm in Saudi-Arabien nahmen ihre Angehörigen an zahlreichen Auslandseinsätzen teil. Mit ihrer jetzigen Bezeichnung erhielt sie auch den Ehrennamen General Moravec nach dem Leiter des tschechoslowakischen Exil-Nachrichtendienstes im Zweiten Weltkrieg.

Redaktion/sab