Aufgrund der zunehmenden Bedeutung von Drohnen auf allen Ebenen der Kriegsführung will das U.S. Special Operations Command (USSOCOM) regelmäßige Kurse zum Bau und Einsatz von First-Person View (FPV)-Drohnen für seine Spezialkräfte einführen. Am vergangenen Mittwoch veröffentlichte das für die Navy SEALs zuständige Naval Special Warfare (NSW) Command eine entsprechende Ausschreibung.
Ein Anbieter soll demnach einen zweimal jährlich stattfindenden zehntägigen Kurs für jeweils sechs Teilnehmer entwickeln. Inhalt soll neben 40 Stunden Unterricht im Fliegen kleiner Drohnen auch innerhalb von Gebäuden außerdem deren Zusammenbau einschließlich Löten, Verkabelung und Software-Konfiguration sein. Das Flugtraining soll nicht mehr als vier Stunden Simulation umfassen. Die Kurse sollen bereits am 15. Januar nächsten Jahres beginnen.
Russland führt eigene Truppengattung für Drohneneinsatz ein
Währenddessen hat Russland gleich eine ganze neue Truppengattung „Unbemannte-Systeme-Kräfte“ eingeführt. Es folgt damit dem ukrainischen Beispiel, wo dieser Schritt bereits letztes Jahr unter dem gleichen Namen gemacht wurde. Im Dezember erließ auch Präsident Wladimir Putin einen entsprechenden Befehl. Die neuen Kräfte sind sowohl für unbemannte Luft- als auch Land- und Seesysteme zuständig.
Neben deren Einsatz sollen sie unbemannte Systeme sowie Systeme der elektronischen Kriegsführung in enger Zusammenarbeit mit den Herstellern im Kampf erproben. Damit tragen sie der rasanten Entwicklung in der Technologie und den raschen Änderungen im täglichen Einsatz Rechnung. So können Steuerungs- und Störfrequenzen meist nur wenige Wochen genutzt werden, bevor sich die jeweilige Gegenseite angepasst hat.
Für diesen technischen Wettbewerb soll die neue Truppengattung das beste Personal aus den Streitkräften rekrutieren. Damit soll etwa auch verhindert werden, dass gute Drohnenbediener von Frontkommandeuren als Sturmtruppen „verheizt“ werden. Zudem sollen mit der Zusammenfassung Probleme bei der ungleichmäßigen Versorgung von Kampfeinheiten mit Drohnen gelöst werden, da diese einem hohen Verbrauch unterliegen.
Redaktion/sab









