Polen hat 32 weitere Kampfpanzer des Typs M1A2 SEPv3 Abrams erhalten. Damit sind insgesamt 117 von 250 bestellten Fahrzeugen ausgeliefert. Hinzu kommen noch 116 ältere M1A1FEP aus ehemaligen Beständen des U.S. Marine Corps, die 2023 bestellt und bis 2024 geliefert wurden. Bereits 2022 hatte Polen vorübergehend 28 M1A2 SEPv2 für Ausbildungszwecke geleast. Ebenfalls schon in Dienst sind 26 von 49 Bergepanzern M88A2 Hercules auf Abrams-Fahrgestell.
Die Beschaffung umfasst zudem noch je 25 M1110 Brückenleger und M1150 Pionierpanzer. Neben den Abrams hat das polnische Heer derzeit 180 Kampfpanzer des südkoreanischen Typs K2, 105 Leopard 2A5 und 128 Leopard 2 A4 sowie A4PL im Bestand. An älteren Typen gibt es nach umfangreichen Abgaben an die Ukraine noch geschätzt einige Dutzend T-72 und 150 bis 200 der inländischen Weiterentwicklung PT-91 Twardy. Diese sollen vor allem durch 180 weitere K2 in einer polonisierten Version ersetzt werden.
Nach Polen soll Rumänien europäischer Abrams-Nutzer werden
Beim M1A2 SEPv3 handelt es sich um die letzte Version des Abrams mit der System Enhancement Package. Sie enthält umfassende Verbesserungen bei Stromversorgung, Kommunikation, Wartungsfähigkeit, Schutz und Wirkung. Unter anderem verfügt sie über ein Hilfsaggregat, ein verbessertes Nachtsichtsystem, ein neues Panzerungspaket einschließlich Reaktivpanzerung und das aktive Schutzsystem Trophy. Die Kanone kann neue Munitionsarten einschließlich M1147 Airburst-Munition verschießen. Der Turm trägt zudem eine ferngesteuerte Waffenstation.
Polen ist der erste europäischen Nutzer des Abrams und wird künftig die weltweit viertgrößte Flotte nach den USA, Ägypten und Saudi-Arabien betreiben. Diese wird in der 18. Mechanisierten Division eingesetzt. Ein weiterer Betreiber soll Rumänien werden, das im November 2023 die Freigabe für den Kauf von 54 M1A2 SEPv3 und zwölf Unterstützungsfahrzeugen zur Auslieferung zwischen 2026 und 2028 erhalten hat. Für einen weiteren Bedarf von 216 Kampfpanzern sind daneben ebenfalls der K2 sowie der Leopard 2 im Gespräch.
Stefan Axel Boes






