Im militärischen Bereich hat sich bei der Ausrüstung das „Lines-of-Gear“-Prinzip durchgesetzt. Gemäß dieses Ausrüstungsschichtenkonzepts gehört in die erste Lage („first line of gear“) alles zum Überleben Notwendige. Die zweite Schicht („second line of gear“) umfasst alles, was man zum Kämpfen braucht, also Tragesatz, Kampfmittelweste, Plattenträger und dergleichen mehr. Die „third line of gear“ oder dritte Schicht bildet dann den „Luxus“ – meist den großen Rucksack mit Schlafsack, Zeltausrüstung, Verpflegung und Ersatzwäsche.
Neben dieser Ideallehre gibt es noch verschiedene Zwischenschichten. Hierzu zählt beispielsweise der „Break-Away-Pack“. Dabei handelt es sich um einen kleinen Rucksack mit Wasser, Notration, weiterer Munition und Kälte/Nässeschutz. Er befindet sich fertig gepackt im großen Rucksack der dritten Schicht und geht im Bedarfsfall in die second line of gear über.
Die individuellen Handwaffen fallen nicht in das Schichtsystem, sondern gehören grundsätzlich „an den Mann“, „an die Frau“ beziehungsweise „an die Person“. Die Langwaffe kann über Trage- oder Sicherungsriemen mit der zweiten Schicht verbunden sein. Die Kurzwaffe kann sich je nach Wahl des Holsters bereits in der „first line“ befinden. Meist findet man im militärischen Bereich Holster und Magazintaschen jedoch in der zweiten Schicht.
Jan-Phillipp Weisswange
Dieser Beitrag stammt aus dem Wehrtechnischen Report Soldat & Technik 2026. Die gesamte Ausgabe kann hier auch als Printprodukt oder PDF bezogen werden.








