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Als im März 2014 die Russische Föderation das Völkerrecht bricht und die Halbinsel Krim annektiert, markiert dies einen spürbaren Klimasturz in den Beziehungen des Westens zu Russland. Für die Europäische Union, das Verteidigungsbündnis NATO und damit auch für die deutschen Streitkräfte, stellt dieses Ereignis eine wesentliche sicherheitspolitische Zäsur dar.

Sie bleibt nicht ohne Auswirkungen auf den Auftrag der Bundeswehr: Die Teilstreitkräfte sollen nun wieder die Landes- und Bündnisverteidigung in den Mittelpunkt gleichberechtigt neben die Auslandseinsätze stellen. Was damit gemeint ist, skizziert Generalleutnant Erhard Bühler als damaliger Leiter der Planungsabteilung im Bundesministerium der Verteidigung bereits im Jahre 2017: Cyber, hybride Kriegführung, schnelle Schwerpunktverlagerung mobiler Kräfte und Unterstützungsleistungen für Alliierte müssen als neue Charaktereigenschaften der heutigen Landes- und Bündnisverteidigung adressiert werden.“ Auch die NATO richtet sich mit den drei Schlagworten „Speed, Strength, Flexibility“ genau auf schnelle Schwerpunktverlagerungen von beweglichen Kräften aus. Der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg etwa antwortet im September 2019 auf die Frage, was im Hinblick auf die Bündnisverteidigung nun zu tun sei: „We need to move forces quickly throughout Europe, when needed.“

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