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Heute vor 48 Jahren – am 26. September 1972 – wurde die GSG 9 der Bundespolizei gegründet. Die damalige Bundesregierung unter Bundeskanzler Helmut Schmidt reagierte damit auf die schrecklichen Geschehnisse des Olympia-Attentats von München wenige Wochen zuvor. Palästinensische Terroristen hatten die israelische Mannschaft angegriffen und als Geiseln genommen. Der Versuch einer Befreiungsaktion auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck misslang. Elf Geiseln, ein bayerischer Polizist und fünf Terroristen kamen dabei ums Leben.

Mit dem Aufbau der Spezialeinheit wurde Oberstleutnant i. BGS Ulrich K. Wegener betraut, der die missglückte Befreiungsaktion als Adjutant des damaligen Innenministers Hans-Dietrich Genscher als Augenzeuge selbst miterlebt hatte. Fünf Jahre später, im Oktober 1977, gelang es der GSG 9, die von palästinensischen Terroristen nach Mogadischu entführte Lufthansa-Maschine Landshut zu stürmen und alle Geiseln zu befreien („Operation Feuerzauber“). Vor einigen Wochen hat die Gemeinde Windhagen, in der Wegener lange Zeit wohnte, eine Straße nach ihm benannt.

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Vor einigen Wochen hat die Gemeinde Windhagen, in der Wegener lange Zeit wohnte, eine Straße nach ihm benannt. (Foto: J.-P. Weisswange)

Die GSG 9 der Bundespolizei hat sich seither in etlichen Einsätzen im In- und Ausland bewährt und stetig weiterentwickelt. Gemeinsam mit dem Bundespolizei Flugdienst, der Dienststelle Polizeiliche Schutzaufgaben Ausland, den Flugsicherheitsbegleitern, den Entschärfern und der Einsatz- und Ermittlungsunterstützung gehört sie heute zur Bundespolizei-Direktion 11 Spezialkräfte. Anspruch der GSG9 ist es, im Kampf gegen Terrorismus und Gewaltkriminalität dem Gegenüber taktisch und technisch immer einen Schritt voraus zu sein, um im Einsatz schnell „vor die Lage“ zu kommen.

Wir gratulieren herzlich zum Gründungstag und wünschen stets viel Erfolg in den Einsätzen!

Jan-Phillipp Weisswange