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Die U.S. Air Force (USAF) gab jüngst bekannt, dass der IZLID Ultra auch für ihre Air Mobility Liaison Officer Kräfte als neuer IR-Laser Designator beschafft wurde. Die 621. Mobility Support Operations Squadron wird als erster USAF-Verband mit dem neuen System ausgestattet, welcher die Signallichtpistole (im Bild rechts) der Truppe ersetzen wird. Der IZLID Ultra – das IZLID steht für Infrared Zoom Laser Illuminator Designator des US-Laserspezialisten B.E. Meyers – ist im Bereich der handgehaltenen Laser das Standard-Produkt der US-Streitkräfte.

Der IR-Laser Designator dient der Kommunikation der Bodentruppen mit Flugzeugen in einer taktischen Umgebung. Mit dem Laser können unter anderem Ziele beleuchtet werden, so dass es nicht zu einer Verwechslung kommt. Anzahl und Laufzeit der neuen Beschaffung wurden nicht genannt. Neben den US-Streitkräften nutzen viele weitere westliche Länder diese Lösung, unter anderem Kanada, Frankreich, Griechenland, Spanien, Finnland, Dänemark, Estland, Slowenien und Deutschland (bei den Spezialkräften).

Laser spielen auf dem Gefechtsfeld heute eine wichtige Rolle. Sie können als Beleuchter, Markierer oder Designator dienen. Gerade bei der Aufgabe des JFST oder der JTACs werden Ziele von den Bodentruppen mit Lasern für die gelenkten Waffen der Luftfahrzeuge markiert und gelenkt. Auch die deutschen Streitkräfte haben diese Entwicklung erkannt und sind gerade dabei, die Ausrüstung der abgesessenen Joint Fire Support Teams (JFST) und Joint Terminal Attack Controller (JTAC) zu modernisieren.

IZLID Ultra

Der IZLID Ultra hat eine Wellenlänge von 860 Nanometer (nm) und arbeitet damit im Near Infrared-Bereich (NIR). Der Ultra ist der Nachfolger des IZLID 1000P, ist jedoch um ein Vielfaches kompakter (22,8 x 4,3 x 4,6 cm) und leichter (332 Gramm mit zwei 3V CR123A Batterien). Die Robustheit und Bedienung sind allerdings gleich geblieben. Die Ausgangsleistung ist ein Watt. Damit können Ziele auf bis zu 43 Kilometern markiert werden. Für eine flächendeckende Beleuchtung reicht der Laser dann bis zu 7 Kilometern (12 mrad).

B.E. Meyers bietet aber unterschiedlichste Varianten als handgehaltene Lösung – auch adaptierbar mit einem Waffen-Kit auf der Picatinny-Schiene – oder mit externer Stromversorgung an. Zusätzlich gibt es seit 2018 Versionen mit anderen Wellenlängen wie 1064 nm oder 1550 nm (Ultra Short Wave Infrared; SWIR). Auch hierbei handelt es sich dann um Laser der Klasse 4 mit einer Leistung von einem Watt.

Die IZLID Ultra-SWIR-Varianten sind zwar mit einer Vielzahl von SWIR-Systemen kompatibel, die derzeit bei den US-Spezialkräften im Einsatz sind (einschließlich E-COSI), können jedoch von den meisten gängigen Nahinfrarot-Nachtsichtgeräten, welche im Nahinfrarotbereich (NIR) arbeiten, nicht erkannt werden. Dies verhindert eine frühzeitige Entdeckung der eigenen Bodenkräfte während der Zielmarkierung durch den Feind. Der Laser ist über eine Zeitdauer von zwei Stunden bis zu einer Tiefe von 20 Metern wasserdicht und somit auch für Taucher nutzbar.

André Forkert