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Die Bundeswehr führt einen neuen Gefechtshelm Spezialkräfte schwer von Rheinmetall und seinem strategischen Partner Galvion ein. Dies teilten der Düsseldorfer Technologiekonzern und der nordamerikanische Helmhersteller heute in einer Pressemitteilung mit. S&T hatte über den Auftrag bereits im Vorfeld berichtet.

Der im November 2020 erteilte Rahmenvertrag sieht die Lieferung von bis zu 20.000 Stück des Modells “Gefechtshelm Spezialkräfte schwer” vor. Ein erster Abruf von 5.000 Helmen erfolgte bereits im November 2020. Die Auslieferung erfolgt über Rheinmetall Soldier Electronics in Stockach. Das mittelständische Unternehmen vom Bodensee ist als Spezialist für Laser-Licht-Module bestens in der Branche für Soldatenausstattung vernetzt.

Der Rahmenvertrag läuft bis 2025. Optional ist die Verlängerung um zwei Jahre möglich, so die Mitteilung. Der potentielle Gesamtauftragswert liegt im niedrigen zweistelligen Mio. EUR-Bereich.

Die neuen Gefechtshelme bieten verbesserten Schutz und hohen Tragekomfort – insbesondere in Kombination mit pegelabhängigem Gehörschutz und Nachtsichtgeräten. Damit steigern sie erheblich die Kampfkraft des infanteristisch kämpfenden Soldaten. Die Helme sind unter anderem für die Spezial- und spezialisierten Kräfte mit Erweiterter Grundbefähigung des Heeres (EGB-Kräfte), Joint Fire Support Teams der Artillerie sowie der Infanterie, Mörserzüge der Infanterie und TOW-Wiesel-Besatzungen vorgesehen. Auch ein Einsatz bei der NATO-Speerspitze VJTF 2023 ist angedacht.

Rheinmetall sieht sich mit dem jetzt geschlossenen Rahmenvertrag strategisch für weitere mögliche Großaufträge im Bereich des taktischen Kopfschutzes poitioniert.

Waldemar Geiger