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Das in Fort Benning beheimatete Maneuver Battle Lab führte im Rahmen des Army Expeditionary Warrior Experiment (AEWE) erstmals eine erfolgreiche Erprobung eines Schalldämpfers für das Maschinengewehr M240 durch. In den Vorjahren getestete Exemplare unterschiedlicher Hersteller sind stets durchgefallen.

Die im November begonnenen und bis Januar dauernden „Live Fire and Excursions“ des AEWE 2021 dient zur ersten Bewertung einer Technologie unter feldmäßigen Bedingungen. Schwerpunkt bei der Bewertung des von Maxim Defense gelieferten Produktes war neben der Haltbarkeit die leistungsfähige Reduzierung der Signatur der Waffe, sowohl bei akustischen als auch optischen Emissionen in Form von Schussknall und Mündungsfeuer.

In den Vorjahren haben mehrere Schalldämpfer unterschiedlichster Hersteller diese frühe Phase der Eignungserprobung durchlaufen, scheiterten allerdings immer an den vom Battle Lab gesetzten Anforderungen. Die hohe thermische Belastung durch Feuerstöße im Klaiber 7,62 x 51 mm setzte die Lebensdauer der Dämpfer drastisch herab. Auch die Reduzierung der akustischen Signatur war nicht zufriedenstellend. Gerade der letzte Punkt ist nach Aussage des Programmdirektors Ed Davis für die Fachleute in Ford Benning von besonderer Bedeutung. Einerseits dient die verringerte Geräuschsignatur der Steigerung der Überlebensfähigkeit auf dem Gefechtsfeld, da die Detektierbarkeit erschwert wird. Andererseits spielt die einfachere Kommunikation sowohl direkt, als auch über Funk in der unmittelbaren Nähe zu einem feuernden Maschinengewehr eine bedeutende Rolle bei der Bewertung der Produkte.

Mit dem nun getesteten Maxim Defense Dämpfer zeigten sich die Fachleute erstmalig zufrieden. Eine finale Bewertung ist gegen Ende März 2021, zum Abschluss des AEWE 2021 zu erwarten. Dann wird sich das Maneuver Battle Lab mit einer ausführlichen Empfehlung für etwaige Modifikationen und weitergehende Untersuchungen festlegen. Über die genaue Anzahl der abgegebenen Schlüsse waren keine Angaben verfügbar. Davis fügte aber hinzu, dass noch weitere Untersuchungen über die Haltbarkeit, Einfluss auf die Trägerwaffe und Verhalten bei extremer Verdreckung über einen längeren Zeitraum erhoben werden sollten.

Kristóf Nagy