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Am heutigen Donnerstag wurde die taktische Einsatzprüfung des „Systems Panzergrenadier“ – bestehend aus den Teilkomponenten „Schützenpanzer Puma“ und „Infanterist der Zukunft-ES VJTF“– auf dem Truppenübungsplatz Bergen abgeschlossen. Nun werden die Ergebnisse ausgewertet, so dass in Kürze eine offizielle Bekanntmachung der Bundeswehr zur „Kriegstauglichkeit“ des Waffensystems erwartet werden kann.

Gut informierten Kreisen zufolge konnten sowohl das Fahrzeug (Puma), als auch die Führungsausstattung (IdZ-ES) während der in der laufenden Woche abgehaltenen Gefechtsschießen die geforderte Leistung erbringen, nachdem die Systeme bereits in der letzten Woche auch während einer 96-Stunden-Übung stabil gelaufen sind, S&T berichtete.

Mit Spannung wird nun die offizielle Einschätzung der Streitkräfte zur Leistungsfähigkeit von Puma und IdZ-ES erwartet, da das Heer den erfolgreichen Abschluss der taktischen Einsatzprüfung zur Voraussetzung für die Teilnahme des „Systems Panzergrenadier“ bei der VJTF 2023 gemacht hat. Daran geknüpft sind womöglich auch zusätzliche Aufträge für die Industrie in Form einer Nachrüstung des 1. Loses und einer Beschaffung des 2. Loses des Schützenpanzers Puma.

Dies war bereits der zweite Anlauf der taktischen Einsatzprüfung. Beim ersten Versuch im Juli 2020 wurden noch zu viele Mängel und Fehlfunktionen festgestellt. Die Bundeswehr gab daraufhin, der beteiligten Industrie bis zum Februar Zeit, die Mängel abzustellen. Danach sollte das Gesamtsystem einer erneuten Einsatzprüfung unterzogen werden, welche heute beendet wurde. In diesem Anlauf konnten erstmals alle geplanten Testmaßnahmen durchgeführt werden.

Waldemar Geiger