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Diese Woche beginnt die Spezialkräfteübung Black Swan 2021 unter Einbindung von 800 Soldaten und internationaler Beteiligung im Rahmen der Defender Europe 2021 Übungsreihe. Zeitgleich ist die Übung auch der erste Test für das neue Regional Special Operations Component Command (R-SOCC) im ungarischen Szolnok.

Bereits 2019 hatten sich die NATO Länder Kroatien, Slowakei, Slowenien unter ungarischer Führung darüber verständigt ein gemeinsames regionales Führungszentrum (R-SOCC) im ostungarischen Szolnok einzurichten. Obwohl die volle Operationsfähigkeit erst für Ende 2024 vorgesehen ist, sollen bereits jetzt Abläufe geübt und Prozesse im Rahme einer Lessons Learned Auswertung optimiert werden.

Absicht ist es den ungarischen Stab zusammen mit Kräften aus den genannten Partnerländern und mit Unterstützung von Ausbildern aus den USA und Deutschland bis in den Mai hinein und auch über die Landesgrenzen hinweg zu beüben. So finden Teile des Manövers nicht nur in Ungarn, sondern im späteren Verlauf auch auf dem Territorium Kroatiens und der Slowakei statt.

Die nun stattfindende Übung bildet zusammen mit dem unter US-Führung stattfindenden Trojan Footprint 2021 und Blue Sky die spezialkräftespezifische Manöverserie der Großübung Defender Europe 2021.

Der anfängliche Fokus von Black Swan 2021 liegt eindeutig auf Gewässer Operationen. So verlegten erstmals das Special Boat Team 22 des United States Naval Special Warfare Command mit zwei bewaffneten Flusskampfbooten (SOC-R) in den am nördlichen Stadtrand von Budapest gelegenen Hafen der ungarischen Streitkräfte. Als ein weiteres Verbringungsmittel wird von der ungarischen Seite der Zodiac Pro 850 eingesetzt. Zusammen mit einer Komponente der 2. Spezialkräftebrigade der ungarischen Streitkräfte soll in den nächsten Tagen das Zusammenwirken und agieren wie das Verbringen, sowie In- und Exfiltration auf der Donau trainiert werden.

Kristóf Nagy