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Das U.S. Marine Corps plant die Beschaffung von fahrzeuggebundener Loitering Munition. Als Trägerfahrzeuge sollen offenbar sowohl das 8×8 Fahrzeug LAV-25 als auch das 4×4 Joint Light Tactical Vehicle ausgerüstet werden. Zudem soll die Integration einer Variante der UVision Hero 120 Munition in das unbemannte Long-Range Unmanned Surface Vehicle (LRUSV) erfolgen.

Der in Tel Aviv ansässige Hersteller UVision gab letzte Woche bekannt, dass eine modifizierte Version seiner Hero 120 Loitering Munition den U.S. Marine Corps Organic Precision Fire Mounted (OPF-M) System Wettbewerb für sich entscheiden konnte.

Die Hero 120 ist die größte sogenannte Kamikaze-Drohne mit elektrischem Antrieb im Angebot des israelischen Produzenten. Mit einer Startmasse von 12,5 kg und einer Reichweite von 40 km ist die Hero 120 in der Lage einen 4,5 kg Sprengkopf mit hoher Präzision gegen unterschiedliche Ziele wie z.B. Kampfpanzer effektiv einzusetzen. Durch die geringe optische und akustische Signatur ist die Hero 120 schwer aufzuklären und zu bekämpfen.

Um Ziele detektieren und verfolgen zu können, verfügt die Loitering Munition von UVision über eine kombinierte Tagsicht- und Wärmebildkamera, welche innerhalb der maximalen Flugzeit von 60 Minuten nicht nur die eigene Zielbekämpfung, sondern auch die Zuweisung für andere Wirkmittel erlaubt.

Weder das Finanzvolumen noch die finale Stückzahl der Beschaffung ist bis jetzt bekanntgegeben worden. Der Auftrag wird allerdings nicht nur die Hero 120, sondern auch die Startbehälter und deren Integration in die Fahrzeuge des U.S. Marine Corps beinhalten.

Neben den beiden landgebundenen Systemen ist das für bemannte als auch unbemannte Einsätze konzipierte LRUSV sicherlich das interessanteste System in dem OPF-M. Durch die Hero 120 erhält das vom US-Schiffsbauer Metal Shark gefertigte, gerade einmal neun Meter lange Wasserfahrzeug eine potente abstandsfähige Bewaffnung mit der neben Landzielen auch generische Wasserfahrzeuge bekämpft werden können.

Kristóf Nagy