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Auf der Arbeitsschutz-Fachmesse A&A in Düsseldorf waren am Länderpavillon Portugal neue Entwicklungen für die Kampfbekleidung und -ausrüstung der portugiesischen Streitkräfte zu sehen. Hierzu zählten die im Rahmen des Soldatensystems Sistemas de Combato do Soldato entwickelte Nässeschutz- und Kampfbekleidung, Hydrationssystem sowie Kampfstiefel und eine neuartige leichte modulare Schutzweste.

Alle Komponenten des Bekleidungssystems (bis auf die Stiefel) sind in dem ebenfalls neu entwickelten Tarndruck versehen. Von der Kampfbekleidung waren die Feldhose und ein Combat Shirt ausgestellt. Die von Damel hergestellte Nässeschutzbekleidung soll Schutz vor Regen und mechanischen Beanspruchungen bieten, die Wärmesignatur reduzieren und dazu hohen Tragekomfort bieten und sich schnell an- und ablegen lassen. Sie ist als Überhose- und Jacke ausgeführt, wobei die Jacke eine abnehmbare Kapuze hat.

Die Stiefel stammen von der Firma Lavoro. Sie bestehen aus stabilem hydrophobiertem Leder und verfügen über eine wasserdichte Membrane sowie Verstärkungen an der Zehenkappe und an der Hacke. Eine spezielle Innensohle schützt vor Durchstichen. Die abriebfeste Laufsohle gibt auch in schwerem Gelände sicheren Halt. Eine Korkinnensohle sorgt für ein angenehmes Klima.

Im Rahmen des Vestlife-Projektes entwickelte die Firma Citeve eine neue, relativ dünne ballistische Schutzweste. Um diese möglichst leicht zu gestalten, wählte das Unternehmen einen modularen Ansatz. So bedeckt die Weste grundsätzlich jene Körperpartien, die einen Grundschutz vor ballistischen Bedrohungen benötigen. Um das Schutzniveau zu erhöhen, stehen verschiedene Einschübe zur Verfügung: Level III A in Form von Weichballistik aus 3D-Fasergestrick, Level III in Form von auxetischen Kompositmaterialien und Level IV in Form von leichter 3D-gedruckter Keramik.

Das wasserdichte und flammresistente Außengewebe bietet neben Tarnung im sichtbaren und Infrarotbereich darüber hinaus Schutz vor mechanischen Einwirkungen. Auf der Körperseite sind atmungsaktive Stoffe mit anti-bakteriellen Eigenschaften verbaut. Insgesamt soll die Weste 25-35 Prozent leichter im Vergleich zu mit herkömmlichen Materialien hergestellten Produkten ausfallen und eine um 15-20 Prozent bessere Leistung in Bezug auf die Traumawerte bieten.

Die Weste ist zudem modular durch weitere Schutzkomponenten erweiterbar und auf die Gefechtsausrüstung angepasst.

Jan-Phillipp Weisswange