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Ende Dezember 2021 hat das tschechische Verteidigungsministerium mit einem einheimischen Importeur einen Vertrag über die Lieferung von insgesamt 949 MINIMI-Maschinengewehren des belgischen Herstellers Fabrique Nationale Herstal unterschrieben. Dies gab das Verteidigungsministerium der Tschechischen Republik bekannt. Mit der Beschaffung soll die Interoperabilität der tschechischen Streitkräfte mit der NATO weiter ausgebaut werden.

Der zwischen dem Vertreter des tschechischen FN Hertsal Importeurs CB SERVIS CENTRUM und dem stellvertretenden Minister für Rüstung und Beschaffung, Lubor Koudelka geschlossene Rahmenvertrag im Wert von maximal 45 Millionen Euro sieht eine Lieferung der Waffen bis 2025 vor. Die gesamte Laufzeit inklusive der geplanten Ersatzteilversorgung ist indes auf zehn Jahre angelegt. Laut Verteidigungsministerium beinhaltetet das Beschaffungsvorhaben Waffen im Kaliber 5,56 mm x 45 genauso wie 7,62 mm x 51, ohne, dass der Verteilungsschlüssel genannt wurde. Das Verteidigungsministerium betonte in seiner Mitteilung, dass mit den von FN gefertigten Waffen die in die Jahre gekommenen Maschinengewehre der PKM Serie bzw. das aus einheimischer Fertigung stammende vz. 59 in den Infanterieverbänden abgelöst werden sollen. Neben den Maschinengewehren erhält das Paket laut Mitteilung auch die Lieferung von nicht näher genannten optronischen Zielgeräten, Transportbehältnissen, sowie Ausbildungs- und Wartungsunterstützung.

Die tschechischen Streitkräfte sind nicht die ersten Angehörigen des ehemaligen Warschauer Paktes, die sich für das bewährte MINIMI-System entschieden haben. In Polen und auch Ungarn benutzen die Spezialkräfte bereits seit Jahren das Maschinengewehr aus belgischer Fertigung. Auch die tschechischen Spezialkräfte haben bereits etwa 200 Stück erhalten und Nutzen diese auch im Rahmen von internationalen Einsätzen. Als M249 seit 1982 bei den US-Streitkräften eingeführt, ist die Waffe bis heute in über 40 Nationen im Einsatz und wurde in der aktuellsten Mk3 Version erst letzten Herbst von den norwegischen Streitkräften bestellt.

Kristóf Nagy