StartMobilitätFolgeauftrag für französisches Luftlandefahrzeug Fardier

Folgeauftrag für französisches Luftlandefahrzeug Fardier

André Forkert

Advertisement

Print Friendly, PDF & Email

Um die Mobilität der französischen Spezialkräfte- und Luftlandeverbände zu erhöhen, hat die französische Beschaffungsbehörde DGA jüngst die Beschaffung der letzten 180 von insgesamt 300 geplanten Fardier-Fahrzeugen – auch als UNAC RIDER Fardier ATV bezeichnet – eingeleitet, so wie es in der Streitkräfteplanung für den Zeitraum 2019-2025 vorgesehen ist. Hinzu kommen die letzten 100 Anhänger, von insgesamt 172. Dies geht aus einer jüngst veröffentlichten Meldung der DGA hervor.

Der Gesamtauftragswert beläuft sich 44 Millionen Euro und beinhaltet eine zehnjährige logistische Unterstützung durch den Hersteller UNAC.

Der Fardier ist ein kompaktes, leichtes Geländefahrzeug mit einem Gewicht von 2 Tonnen und einer hohen Geländegängigkeit, mit der er sich auch in Gelände bewegen kann, das für herkömmliche Geländewagen unzugänglich ist. Er ist robust und zuverlässig und wurde ohne jegliche Elektronik entwickelt, um nicht reparierbare Pannen im Einsatz zu vermeiden. Er bietet zwei Soldaten Platz und ist in der Lage, einen 120-mm-Mörser-Anhänger zu ziehen oder mehrere große Ausrüstungsgegenstände auf seinem Anhänger zu transportieren. Die Gesamtanhängelast beträgt bis zu 750 kg. Er ermöglicht auch die schnelle Evakuierung eines liegenden Verwundeten. Als Bewaffnung verfügt das Fahrzeug über eine MG-Lafette (FN Herstal MAG 58) am Beifahrerplatz.

Der Fardier ist für die Luftlandetruppen des Heeres sowie für Spezialkräfte bestimmt. Das kompakte, geländegängige Transportfahrzeug ist luftverladbar und luftverlastbar als Innen- und Außenlast in Transportflugzeugen und -hubschraubern. Zudem kann es mittels eines Transportgestells per Lastenfallschirm abgeworfen werden. Dadurch ermöglicht es den schnellen Einsatz von Kommandos, entlastet die angelandeten Trupps in jedem Einsatzgebiet beim Transport der Ausrüstung, Personal sowie gegebenenfalls Verwundeten und erleichtert die Selbstverteidigung in den Einsatzgebieten.

Die ersten beiden Fardier wurden bereits am 19. April 2022 an das Heer ausgeliefert. Sie werden derzeit während der Übung Manticore eingesetzt, einer gemeinsamen Übung des Kommandos der Spezialkräfte des Heeres, der 11. Fallschirmjägerbrigade und der 4. Luftkampfbrigade, die vom 16. September bis 7. Oktober stattfindet. Dieses Jahr sollen insgesamt acht Fardier ausgeliefert werden, der Rest bis 2027.

André Forkert