StartBewaffnungChunmoo-MLRS im Wettbewerb für Malaysia

Chunmoo-MLRS im Wettbewerb für Malaysia

Stefan Axel Boes

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Die südkoreanische Hanwha Aerospace hat eine Absichtserklärung mit der malaysischen Widad Investmentgruppe zur Zusammenarbeit im Wettbewerb um einen neuen Mehrfach-Raketenwerfer (MLRS) für das Malaysische Heer unterzeichnet. Die beiden Unternehmen wollen den K239 Chunmoo als Ersatz für die 36 in Brasilien gefertigten Astros II MLRS anbieten, die ab 2026 abgelöst werden sollen. Die endgültigen Angebote von Bewerbern sind im zweiten Quartal 2025 abzugeben.

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Der K239 Chunmoo Mehrfach-Raketenwerfer. (Foto: Verteidigungsministerium der Republik Korea)

Der Chunmoo ist ein selbstfahrendes Artillerieraketensystem, das Geschosse mit einem Kaliber von 130 oder 239 bis zu einer Entfernung von 36 beziehungsweise 80 km verschießen kann. Neueste Munition ist die ballistische Rakete CTM-290 mit einem Kaliber von 290 mm und 290 km Reichweite. Das Werferfahrzeug kann mit zwei Startbehältern unterschiedlicher Kaliber bestückt werden. Ein begleitendes Nachladefahrzeug trägt vier weitere Behälter. Das System ist außer von Südkorea von weiteren Staaten beschafft worden, jüngst auch vom NATO-Mitglied Polen unter der Bezeichnung Homar-K.

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Tan Sri Dato Muhammad lkmal Opat Abdullah, Vorsitzender der Widad Business Group (l.), und Go Sang-hwe, Executive Vice President von Hanwha Aerospace (r.), bei der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding. (Foto: Hanwha Aerospace

Mit der Unterschrift der gemeinsamen Erklärung mit der Widad-Gruppe vom 6. Mai positioniert Hanwha Aerospace sich nun für einen möglichen weiteren Exportauftrag. Das Unternehmen produziert neben dem Chunmoo auch die K9 Thunder Panzerhaubitze (beschafft unter anderem von Australien, Estland, Finnland, Norwegen und Polen, unter Lizenz gefertigt in der Türkei) und den Schützenpanzer K21 (als AS21 Redback in Australien eingeführt und Kandidat für neue Schützenpanzer in Lettland und Rumänien). Hanwha ist damit auch Wettbewerber der europäischen Industrie auf dem heimischen Markt.

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Stefan Axel Boes

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