Das britische Verteidigungsministerium hat einen Zehn-Jahres-Vertrag für die Modernisierung und den technischen Support für das schwere Maschinengewehr M2HB-QCB im Kaliber 12,7 mm abgeschlossen. Das teilte FN UK, der britische Zweig des Herstellers FN Herstal, am gestrigen Donnerstag mit. Der Vertragswert wurde mit mehr als 20 Millionen Pfund (23 Millionen Euro) angegeben. Dafür sollen sämtliche MGs dieses Typs bei den britischen Streitkräften ein Mid-Life Improvement (MLI)-Programm durchlaufen.
Das Programm soll Obsoleszenzen beseitigen, Leistung und Zuverlässigkeit verbessern sowie die Lebenszeit-Unterhaltkosten reduzieren. Alle Arbeiten sollen in Großbritannien stattfinden und damit auch Arbeitsplätze am Standort von FN UK in Kent sichern. Das hier als L111A1 bezeichnete Maschinengewehr wird sowohl von der British Army als auch der Royal Navy auf Land- und Seeplattformen eingesetzt.
Maschinengewehre für schwedische Patria 6×6
Bereits am 9. September hat die schwedische Beschaffungsbehörde FMV auf der Londoner Rüstungsmesse DSEI 2025 einen Vertrag mit FN Herstal über die Lieferung schwerer Maschinengewehre als Bewaffnung für den neuen Transportpanzer Patria 6×6 (Common Armoured Vehicle System) unterzeichnet. Hier wurde der Auftragswert mit rund 211 Millionen Kronen (19,2 Millionen Euro) angegeben. Die schwedische Bezeichnung für das MG lautet Ksp 88, die Hauptlieferung für 321 Fahrzeuge soll im November 2026 erfolgen.
Zudem gibt es Optionen für weitere Abrufe zwischen 2026 und 2028. Das Ksp 88 wird unter anderem von der schwedischen Marine auf ihren Kampfbooten Strb 90 H, vom Heer auf seinen minengeschützten Fahrzeugen Terrängbil 16 (BAE Systems South Africa RG-32 Scout) genutzt.
Stefan Axel Boes








