Rheinmetalls kanadischer Ableger hat nach eigenen Angaben erfolgreich den amphibischen Einsatz des unbemannten Bodenfahrzeugs (UGV) Mission Master getestet. Bei der NATO-Veranstaltung REPMUS (Robotic Experimentation and Prototyping using Maritime Uncrewed Systems), die vom 1. bis 26. September zum fünften Mal in Portugal stattfindet, wurde der Roboter mittels Kran von einem Kriegsschiff auf hoher See ausgesetzt und navigierte von dort an Land. Bei den Tests unter Federführung der portugiesischen Marine wurden insgesamt 276 unbemannte Systeme aus 24 Ländern erprobt.
Mission Master 2.0 landet am Strand
Dafür hatte Rheinmetall Canada seinen vollelektrischen Mission Master SP mit einem selbst entwickelten Mast, einem Radar des US-Herstellers Echodyne, einer kabelgebundenen Drohne der französischen Firma Elistair und weiteren Sensoren sowie Bildern zufolge mit seitlichen Schwimmkörpern ausgestattet. Das Ergebnis, das auf Feedback von Nutzern wie Großbritannien, Norwegen und den USA beruht, wird als Mission Master 2.0 bezeichnet. Am Ende fuhr das Fahrzeug an einem Sandstrand im Testgebiet an Land.
Die Mission-Master-Familie von Rheinmetall besteht aus den Versionen SP, XT und CXT. Diese sind für die für die autonome Durchführung von Missionen wie zum Beispiel Nachschubaufträge auf der letzten Meile, signaturarme Überwachungsaufträge oder den Transport von leichten Nutzlasten ausgelegt. Sie können auch bewaffnet werden. Das Fahrzeug kann als Anhängelast verbracht oder per Fallschirm abgeworfen werden, um Einsätze in schwer zugänglichem Gelände durchzuführen. Zudem lässt es sich mit Raupenketten ausstatten, um die Mobilität in tiefem Schnee und Schlamm zu verbessern.
Redaktion/sab




