StartStreitkräfte24 weitere Panzerhaubitzen K9 Vidar von Hanwha für Norwegen

24 weitere Panzerhaubitzen K9 Vidar von Hanwha für Norwegen

Die norwegische Beschaffungsbehörde hat der südkoreanischen Hanwha Aerospace einen weiteren Auftrag für die Panzerhaubitze K9 Thunder erteilt. In Norwegen wird diese als „Versatile Indirect Artillery“ bezeichnet, wobei die Abkürzung Vidar zugleich der Name eines nordischen Rachegottes ist. Die mittlerweile dritte Tranche soll 24 Geschütze umfassen, womit der norwegische Bestand auf insgesamt 52 steigt. Die Lieferung soll bis 2027 erfolgen.

Nach Angaben des Unternehmens erfolgte die Entscheidung nach einer positiven Bewertung der Leistungsfähigkeit des Systems durch das norwegische Heer und der erfolgreichen Abwicklung der vorherigen Aufträge. Norwegen erhielt ab 2019 die erste Lieferung von 24 Haubitzen und sechs Munitionsfahrzeugen K10, die 2024 durch weitere vier beziehungsweise acht Systeme ergänzt wurden.

Mehr Panzerhaubitzen, aber keine Munitionsfahrzeuge?

Zusätzliche Munitionsfahrzeuge wurden in der Mitteilung von Hanwha zu dem neuen Auftrag nicht erwähnt. Allerdings gab es bei der zweiten Lieferung Berichte, wonach Norwegen zuvor den bisherigen Bestand an K10 ausschlachten musste, um Ersatzteile für die Panzerhaubitzen zu gewinnen. Dies würde die damalige Nachbestellung von gleich acht Munitionsfahrzeugen bei lediglich vier Haubitzen erklären.

Die Panzerhaubitze K9 Thunder ist neben Südkorea bereits von neun weiteren Ländern bestellt worden, darunter die NATO-Mitglieder Estland, Finnland, Polen, Türkei und zuletzt Rumänien. Das System wiegt 47 Tonnen und erreicht mit einem 155-mm-Rohr von 52 Kaliberlängen Schussweiten von über 40 Kilometern. Das K10 Munitionsfahrzeug auf demselben Fahrgestell kann bis zu 104 Geschosse und 504 Treibladungseinheiten automatisch an die Panzerhaubitze übertragen, auch unter Bedrohung.

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Stefan Axel Boes