Der Bund Deutscher EinsatzVeteranen e. V. (BDV) begeht in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen und lädt aus diesem Anlass zu einer besonderen Mitgliederversammlung mit anschließender Jubiläumsfeier am 4. Oktober in Berlin ein. Am Vortag, 3. Oktober, werde es zudem ein stilles Gedenken im „Wald der Erinnerung“ in Schwielowsee geben. Das teilte der Verband am heutigen Montag mit.
Ein Höhepunkt der Versammlung werde die Neuwahl des Bundesvorsitzenden sein. Nach mehr als sieben Jahren an der Spitze möchte Bernhard Drescher, der seit vielen Jahren prägende Vorsitzende, die Verantwortung in die Hände einer neuen Generation legen. Drescher übernahm den Verband in einer Phase, in der dieser kurz vor der Zahlungsunfähigkeit stand – und führte ihn gemeinsam mit seinem Team wieder auf Kurs, so die Pressemitteilung.
Anfänge als kleine Selbsthilfegruppe
Unter Dreschers Führung wurden zahlreiche Meilensteine erreicht. Besonders hervorzuheben sei die maßgebliche Beteiligung des BDV an der Entstehung des „Nationalen Veteranentages“, der inzwischen einen festen Platz im öffentlichen Bewusstsein gefunden hat. Drescher sei ein Kamerad, dessen Einsatz, Überzeugung und Engagement sehr geschätzt werde. Sowohl in der Politik als auch innerhalb der Bundeswehr sei er ein anerkannter Gesprächspartner, der die Anliegen der Veteranen mit Nachdruck vertrete.
Vor rund 17 Jahren schlossen sich die Gründungsväter des heutigen BDV e. V. in Berlin zu einer kleinen Selbsthilfegruppe zusammen. Ausgangspunkt war ihre eigene Lebenssituation nach Auslandseinsätzen. So machten sie Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) im Zusammenhang mit Bundeswehr-Einsätzen öffentlich sichtbar. Die Anfangszeit war lautstark: Mit Fahnen und Plakaten zog man durch Berlin, bis Politik und Medien das Thema aufgriffen.
Von Veteranen zu Einsatzveteranen
Dadurch entstand bundesweit eine Bewegung, der sich immer mehr belastete Einsatzveteraninnen und -veteranen anschlossen. Dank eines sozialen Großspenders gründete die Gruppe die Deutsche Kriegsopferfürsorge gUG (DKOF). Diese erwies sich jedoch weder im Namen noch in der Rechtsform als tragfähig. Deshalb entstand im August 2010 der Bund Deutscher Veteranen e. V., die DKOF wurde 2014 aufgelöst. Mit der 2015 entbrannten Debatte um den Veteranenbegriff beschloss die Mitgliederversammlung die Umbenennung in Bund Deutscher EinsatzVeteranen e. V. – und damit die klare Ausrichtung: Unterstützung für ehemalige Einsatzteilnehmer.
Das Jubiläum „15 Jahre BDV“ sei aber nicht nur Rückblick, sondern auch Aufbruch. Der Verband möchte seine Arbeit im Dienste der Veteranen und ihrer Familien weiter intensivieren, Netzwerke ausbauen und die gesellschaftliche Anerkennung für Einsatzveteranen in Deutschland stärken. Heute zählt der BDV mehr als 2.400 Mitglieder aus allen Lebensbereichen. Mit rund 180 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern begleitet er bundesweit einsatzbelastete Veteranen und deren Familien – kostenlos und unabhängig von einer Mitgliedschaft.
Redaktion/sab




