StartStreitkräfteUSA wollen Israel Waffen für sechs Milliarden Dollar liefern

USA wollen Israel Waffen für sechs Milliarden Dollar liefern

Die amerikanische Regierung plant, Israel in den kommenden Jahren Waffensysteme für insgesamt sechs Milliarden Dollar (5,1 Milliarden Euro) zu liefern. Darüber hat sie nach Medienberichten den US-Kongress informiert. Davon entfallen allein geschätzte 3,8 Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Euro) auf 30 Kampfhubschrauber AH-64 Apache, von denen die israelische Luftwaffe bislang 48 in den Versionen A und D betreibt. Ein weiterer großer Posten sind 3.250 Infanterie-Angriffsfahrzeuge ungenannten Typs für 1,9 Milliarden Dollar (1,6 Milliarden Euro).

Die Lieferungen sollen in zwei bis drei Jahren beginnen. Im laufenden Jahr hat die Regierung von Präsident Donald Trump bereits Verkäufe in Höhe von zwölf Milliarden Dollar (10,2 Milliarden Euro) an Israel genehmigt. Auch die Vorgängerregierung unter Joe Biden  hatte innerhalb von zwölf Monaten nach dem Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 Militärhilfe im Umfang von knapp 18 Milliarden Dollar (15,3 Milliarden Euro) geleistet und im August 2024 Verkäufe von 20 Milliarden Dollar (17 Milliarden Euro) genehmigt, unter anderem von Kampfflugzeugen F-15 und Munition.

Israel ist größter Empfänger amerikanischer Militärhilfe

Die Lieferungen sind Teil der langjährigen amerikanischen Militärhilfe, die im gegenjährigen Zehn-Jahres-Zeitraum nach einer Vereinbarung von 2019 mindestens 3,8 Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Euro) jährlich beträgt. Diese Mittel müssen wiederum in Käufe amerikanischer, zusammen mit den USA entwickelter oder dort hergestellter Systeme investiert werden. Insgesamt ist Israel der weltweit größte Empfänger solcher US-Hilfen. Zwischen 1946 und 2024 hat das Land inflationsbereinigt insgesamt 228 Milliarden Dollar (194 Milliarden Euro) erhalten, gefolgt von Afghanistan mit rund 105, Südvietnam mit 95, Ägypten mit 90 und der Ukraine mit 71 Milliarden Dollar.

Die heutige Unterstützung für Israel und Ägypten beruht letztlich auf dem amerikanisch vermittelten Camp-David-Abkommen von 1978, der die jahrzehntelangen Feindseligkeiten zwischen beiden Ländern beendete. Dabei soll Israel nach US-Zusicherung einen qualitativen militärischen Vorsprung in der Region behalten. So erklärt sich auch die Lieferung zusätzlicher AH-64, die sich nach dem 7. Oktober als wichtiges Mittel zur schnellen Reaktion auf den Terrorangriff und bei der israelischen Gegenoffensive erwiesen. Auch Ägypten betreibt eine Flotte von 46 AH-64D. Hinsichtlich der der Infanterie-Angriffsfahrzeuge wird über Typen wie das Oshkosch JLTV spekuliert.

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Stefan Axel Boes