StartS&T+Verlegeübung in Rostock bei Quadriga 2025: Land, Luft, See

Verlegeübung in Rostock bei Quadriga 2025: Land, Luft, See

Besucher des Rostocker Hafens bekamen am gestrigen Donnerstag einiges geboten: zwischen den üblichen Ausflugsbooten, Fähren und Kreuzfahrtschiffen fingen bei einer Verlegeübung im Rahmen der Übungsserie Quadriga 2025 Speedboote von Bundeswehr und Polizei simulierte Störer ab während in der Luft Drohnen Jagd auf andere Drohnen machten, Eurofighter und ein Marinehubschrauber kreisten. An Land sicherten Heimatschutzkräfte und Angehörige der Reserve-Einsatzkompanie des Standorts die Warnow-Werft, die mittlerweile Teil des Marinearsenals ist.

Die Reserve-Einsatzkompanie des Standorts übernahm die Absicherung des Marinearsenals zur Seeseite.
Die Reserve-Einsatzkompanie des Standorts übernahm die Absicherung des Marinearsenals zur Seeseite. (Foto: Boes)

Zum „Distinguished Visitors“-Day von Quadriga 2025 demonstrierte die Bundeswehr, in diesem Jahr unter Federführung der Marine, für Vertreter von Politik, Streitkräften und Medien aus Deutschland und verbündeten Nationen den Schutz der Verlegung deutscher Kräfte nach Litauen. Hier berührten sich die Quadriga-Anteile Brave Blue, Safety Fuel und National Guardian, die die Verlegung und Logistik innerhalb Deutschlands abbildeten, mit dem Marinemanöver Northern Coasts in der Ostsee und der Übung Grand Eagle in Litauen.

Drohne jagt Drohne

Bereits in den Tagen zuvor waren Kräfte insbesondere der Panzergrenadierbrigade 37 anmarschiert, wobei sie sich für Übernachtungen, Treibstoffversorgung und Instandsetzungsarbeiten auf Convoy Support Center entlang der Routen abstützten und von Heimatschutzkräften gesichert wurden. In Rostock wurden sie für die Verlegung über die Ostsee zum litauischen Hafen Klaipeda auf sechs im Rahmen eines Chartervertrags vorgehaltene zivile Roll-on/roll-off (RoRo)-Schiffe verladen (Soldat & Technik berichtete). Teile der Kräfte wurden auch auf dem Land- oder Luftweg verlegt.

Auf dem Gelände des Marinearsenals übernahmen Heimatschutzkräfte und Feldjäger insbesondere die landseitige Absicherung, die Reserve-Einsatzkompanie der Marine den Schutz der Seeseite an der Warnow-Mündung. Den Besuchern wurde auch die Abwehr einer anfliegenden Quadrocopter-Drohne vorgeführt, deren Steuerung zunächst mit dem Störgerät HP47 lahmgelegt wurde. Anschließend kam eine eigene Drohne zum Einsatz, die das unbekannte Flugobjekt mit einem Netzwerfer „einfing“ und auf dem Kai ablegte.