StartTaktik & AusbildungÜbung Bollwerk Bärlin III: das Wachbataillon kommt zum Zug

Übung Bollwerk Bärlin III: das Wachbataillon kommt zum Zug

In der Nacht zum gestrigen Mittwoch trainierte das Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung im Rahmen der Übung Bollwerk Bärlin III den Kampf im Untergrund (Soldat & Technik berichtete). Unter großem Medieninteresse demonstrierten Soldatinnen und Soldaten der 2. und 3. Kompanie im Übungstunnel an der U-Bahn-Station Jungfernheide ein Szenario um einen gegnerischen Angriff auf einen U-Bahn-Zug.

Mehrere Infanteriegruppen trafen dabei auf den Zug, der von Saboteuren im Tunnel zum Stehen gebracht worden war. Dort fand die erste Gruppe eine größere Menge verletzter Personen vor. Der Gruppenführer musste entscheiden, ob er sich direkt um die Erstversorgung dieser Menschen kümmert oder zunächst die Suche nach den Saboteuren fortsetzt.

Bollwerk Bärlin läuft noch bis Freitag

Es folgten ein kurzes Feuergefecht, das Evakuieren und Bergen der verletzten Personen, die Festnahme eines Saboteurs und das Nachführen weiterer Infanteriegruppen zur Verstärkung. Die äußere Absicherung der Station erfolgte durch weitere Kräfte einschließlich Scharfschützen. Um 04:00 Uhr morgens war das Szenario schließlich beendet. Insgesamt läuft die Übung Bollwerk Bärlin III noch bis zum morgigen Freitag.

Andere Anteile finden in der Trainingsanlage „Fighting City“ der Berliner Polizei in Ruhleben sowie auf dem Gelände des ehemaligen Chemiewerks Rüdersdorf statt. In Ruhleben übten die beteiligten Kräfte schwerpunktmäßig in den letzten drei Tagen den Schutz und die Sicherung von Regierungseinrichtungen. Dazu gehörten die Begleitung und der Transport schutzbedürftiger Personen sowie das Halten von Sicherungszonen.

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In Rüdersdorf übten die Soldatinnen und Soldaten im gleichen Zeitraum das Durchsuchen von Gebäuden, das Festsetzen gegnerischer Kräfte und Bestreifen, also die Bewachung von verteidigungswichtiger Infrastruktur. Im Spannungs- und Verteidigungsfall sind all dies Aufgaben des Wachbataillons in Berlin. Um diesen möglichst effektiv wahrnehmen zu können, trainieren die Soldatinnen und Soldaten unter den realistischen Bedingungen der Großstadt. Deshalb wurde ein Teil der Übung bewusst im öffentlichen Raum durchgeführt.

Redaktion/sab