StartMobilitätH-60Mx: U.S. Army erhält optional bemannten Black Hawk

H-60Mx: U.S. Army erhält optional bemannten Black Hawk

Unter der Bezeichnung H-60Mx hat die U.S. Army den ersten optional bemannten Hubschrauber vom Typ Black Hawk erhalten. Dieser ist mit dem von der Defense Advanced Research Project Agency (DARPA) entwickelten Aircrew Labor In-Cockpit Automation System (ALIAS) ausgestattet. Ein Hubschrauber mit ALIAS kann autonom oder mit Überwachung vom Boden aus fliegen, sofern er über ein elektronisches Fly-by-wire- statt des bisherigen mechanischen Steuerungssystem verfügt. Ein Software Development Kit (SDK) gestattet die Integration der Software von Drittanbietern oder neuer Sensortechnologie.

Der ersten autonome Flug eines als Optionally Piloted (OPV) bezeichneten Black Hawk fand 2022 statt. 2024 erteilte bereits das U.S. Marine Corps dem Black-Hawk-Hersteller Lockheed Martin Sikorsky einen Auftrag zur Demonstration von Reife und Leistungsfähigkeit des mit ALIAS-Mitteln entwickelten Autonomiesystems Matrix. Im August 2025 unterzogen die DARPA und Sikorsky das Konzept während der Reserve-Bereitschaftsübung Northern Strike 25-2 einem Praxistest.

H-60Mx dient als Versuchsmuster für universelles Steuerungssystem

Dabei wurde ein Oberfeldwebel der Nationalgarde in weniger als einer Stunde in die Bedienung eingewiesen. Diese „angelernte Kraft“ plante und steuerte anschließend über ein Tablet-Interface verschiedene Missionen, bei denen der Hubschrauber in bis zu 130 Kilometern Entfernung Ladung ablieferte oder Verwundete aufnahm, im Schwebeflug mit Außenlasten versehen wurde und diese an den Bestimmungsort verlegte. In den kommenden Monaten will die Army das System nun gründlich austesten.

Der H-60Mx dient dabei als Versuchsmuster für das Programm Strategic Autonomy Flight Enabler (SAFE), mit dem ein universelles und skalierbares autonomes Steuerungssystem entwickelt werden soll. Dieses soll in die gesamte Black-Hawk-Flotte des Heeres nachgerüstet und auch in künftige Flugzeugtypen integriert werden können. Noch in diesem Jahr soll auch soll der vollständig unbemannte S-70UAS U-Hawk seinen Erstflug machen, bei dem das Cockpit durch aerodynamisch gestaltete Flügeltüren für eine Frontladerampe ersetzt ist.

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Stefan Axel Boes