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Im Vorhaben System Sturmgewehr Bundeswehr herrscht weiterhin Bewegung. Der unterlegene Anbieter Heckler & Koch hatte am 15. September 2020 in einem Statement zur Vergabeentscheidung bereits angekündigt, diese juristisch zu prüfen und alle rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen, dagegen vorzugehen. Heute am 24. September 2020 teilte der Sprecher der Oberndorfer Waffenschmiede gegenüber Soldat & Technik mit, dass man fristgerecht Rüge gegen die Sturmgewehr-Vergabeentscheidung des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) eingereicht habe. Die Fristen und mögliche weitere juristische Schritte haben wir bereits in einem früheren Beitrag erklärt.

Heckler & Koch gibt derzeit keine weiteren Details Preis, was bei einem laufenden Verfahren nachvollziehbar erscheint. Bekannt ist, dass das Oberndorfer Unternehmen mit zwei Waffen in das Auswahlverfahren gegangen ist: einer nochmals überarbeiteten Version des AR-Derivates HK416 sowie der Neuentwicklung HK433. Beide Sturmgewehre haben wie das Mitbewerber-Produkt MK556 von C.G. Haenel die Anforderungen für das neue System Sturmgewehr Bundeswehr erfüllt.

Jan-Phillipp Weisswange und Waldemar Geiger