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Über die Teilnahme des Lynx KF41 von Rheinmetall an der NATO-Übung “Excercise Brave Warrior” in Ungarn hat Soldat & Technik bereits berichtet, nun hat die S&T Redaktion das Fahrzeug zufällig auf einer Autobahnraststätte in Deutschland angetroffen.

Eine Woche nach dem ersten Auftritt des Schützenpanzers bei einer laufenden Truppenübung, entstanden diese Bilder bei einer Pause auf dem Rücktransport. Die dezent angebrachte Markierung in den ungarischen Nationalfarben ist am Bug zu erkennen.

Zudem weist das Fahrzeug noch einige Spuren der Geländefahrt auf dem Übungsplatz bei Várpalota im Bakony Gebirge auf.

Hintergrund

Die ungarische Regierung hat im September 2020 mit Rheinmetall eine Vereinbarung über die Herstellung und Lieferung von 218 Lynx KF41 Schützenpanzer sowie weiteren Leistungen wie zum Beispiel Simulatoren, Ausbildung und Training sowie auch eine Anfangsausstattung an Ersatzteilen und Wartungsleistungen im Wert von mehr als zwei Milliarden Euro geschlossen.

In einer ersten Produktionsphase soll Ungarn 46 Lynx- Schützenpanzer sowie neun Bergepanzer 3 Büffel aus deutscher Fertigung erhalten, wobei die Auslieferung bis Anfang 2023 abgeschlossen sein soll. Dort sollen auch die Spezialisten für die ungarische Produktion ausgebildet werden. Die restlichen 172 Schützenpanzer werden im Anschluss in Ungarn im Werk des Joint Ventures zwischen Rheinmetall und dem ungarischen Staat produziert.

Ungarn hat den Lynx KF41 in der Version Schützenpanzer bestellt, mit einem bemannten Lance 2.0-Turm, der mit einer 30-mm-Kanone bewaffnet ist. Mit seinem großen Innenraumvolumen bietet der Lynx Platz für drei Besatzungsmitglieder und eine Infanteriegruppe mit Absitzstärke bis zu neun Soldaten.

Weitere Einzelheiten zum Lynx KF41 enthält die soeben im Mittler Report Verlag erschienene englischsprachige Broschüre „The Lynx Family“, die hier bestellt werden kann.

Kristóf Nagy