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Im Rüstungsprogramm Land 400 Phase 3 wollen die australischen Streitkräfte einen Schützenpanzer der neuen Generation beschaffen. Im Rahmen der Ausschreibung sind Rheinmetall mit dem Lynx KF41 und Hanwha Defense Systems mit dem AS21 Redback als bevorzugte Bieter ausgewählt worden.

Für die jetzt beginnende „Risk Mitigation Activity“ hat Rheinmetall den ersten von drei Schützenpanzern Lynx KF41 an die australischen Streitkräfte übergeben. In der rund ein Jahr dauernden Erprobungsphase stehen Überprüfungen von Wirkung, Mobilität und Schutz im Vordergrund. Das jetzt übergebene erste Fahrzeug durchläuft in den nächsten Monaten unter anderem Ansprengversuche beim militärischen Kunden.

Die Tests werden auf dem gesamten australischen Kontinent durchgeführt. Dabei müssen sich die Systeme tropischem, subtropischem und gemäßigtem Klima stellen mit heiß-trockenen, sandigen und heiß-feuchten sowie kühl-feuchten Bedingungen. Temperaturen unter Null sowie Eis und Schnee kommen praktisch nicht vor.

Für das Projekt sind über elf Milliarden Euro veranschlagt, mit denen 450 Schützenpanzer und 17 Unterstützungsfahrzeuge beschafft werden sollen. Die ersten Fahrzeuge sollen ab 2024 einsatzbereit sein. Der Zulauf der Fahrzeuge soll bis 2030/2031 abgeschlossen sein.

Im Falle der Entscheidung Australiens für den Lynx KF41 sollen die Fahrzeuge in dem neuem Militärfahrzeug-Kompetenzzentrum Military Vehicle Centre of Excellence (MILVEHCOE) in Redbank südwestlich von Brisbane im Bundesstaat Queensland gebaut werden. Australische Unternehmen sind bereits an der Herstellung der ersten drei Erprobungsfahrzeuge beteiligt.

Gerhard Heiming