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Die Bundeswehr hat die Dynamit Nobel Defence GmbH (DND) mit der Herstellung und Lieferung von 3.000 Patronen der Panzerfaust 3-IT DM72A1 beauftragt. Ein entsprechender Vertrag zwischen dem Bundesamt für Ausrüstung Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr und DND wurde bereits am 23. Februar gezeichnet.

Die Panzerfaust 3-IT hat, je nach verwendeter Visierung, eine Reichweite von bis zu 600 Metern und kann aufgrund ihrer verbesserten Tandem-Hohlladung Panzerstahl bis zu einem Meter ohne Reaktivschutz bzw. 800 mm mit Reaktivschutz durchschlagen. Die Waffe versetzt die Panzervernichtungstrupps der Bundeswehr in die Lage, jeglichen Panzer, mit Ausnahme von Kampffahrzeugen mit abstandsaktiven Schutzsystemen, effektiv zu bekämpfen.

Panzerfaust 3 in der Bundeswehr

Die Panzerfaust-Bestände der Bundeswehr müssen immer wieder ergänzt werden, da diese Waffen in Übungs- und Ausbildungsvorhaben verbraucht werden.

Die Panzerfaust 3 diente lange Zeit als die Standard-Panzerfaust der Bundeswehr. Als DM12 mit Hohlladungsgefechtskopf wurde die Waffe 1992 in die Truppe eingeführt. Es folgten Weiterentwicklungen der Patronen, über die DM22 mit Doppelhohlladungsgefechtskopf zur DM72 als HEAT-IT-RA (High Explosive Anti-Tank-Improved Tandem-Rocket Assisted). Vor geraumer Zeit wurde dann mit der Patrone DM72A1 des modernsten Typs Panzerfaust 3-IT (Improved Tandem) eine leistungsgesteigerte Version in die Streitkräfte eingeführt. Sowohl die DM22 – mit geringen Stückzahlen – als auch die DM72A1 als derzeitiger Standard sind in der Bundeswehr in Nutzung.

Dem Vernehmen nach soll das Waffensystem noch bis 2025+ im Dienst verbleiben. Die Bundeswehr untersucht derzeit im Rahmen des „Konzeptes plattformungebundene Panzerabwehr der Bundeswehr“, inwiefern die Panzerfaust 3-IT auch in der Zukunft die Anforderungen an eine moderne Panzerabwehrhandwaffe erfüllen kann oder ob ein Bedarf für ein Nachfolgesystem besteht. Der Hersteller DND hat die Weiterentwicklung der Waffe seit geraumer Zeit eingestellt und fokussiert sich auf die Entwicklung der Serienreife der RGW 90 HH-T sowie RGW 110 HH-T, den firmenseitigen Nachfolgesystemen der Panzerfaust 3.

Waldemar Geiger