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Die Ausschreibung für eine neue Dienstpistole der kanadischen Streitkräfte verzögert sich nach Mitteilung des Pressesprechers der Beschaffungsbehörde um mindestens zwei Monate. Grund hierfür ist die Rüge gegen das Vergabeverfahren durch den kanadischen Glock Vertreter bei dem Canadian International Trade Tribunal (CITT), welches direkt dem Finanzministerium untersteht. Diese Organisation, welche partiell die Rolle einer Vergabekammer einnimmt, hat nun das Verteidigungsministerium zur Untersuchung der Einwände verpflichtet.

Wie Soldat & Technik bereits berichtete, hat das kanadische Verteidigungsministerium Anfang Mai die Ausschreibung für die Beschaffung von Dienstpistolen veröffentlicht. Die derzeit in Nutzung befindlichen, veralteten und technisch stark abgenutzten Pistolen des Typs Browning Hi-Power No. 2 Mk1 sollen durch das C22 Modular Pistol Project bezeichnete Vorhaben ersetzt werden. Der Auftrag, sollte er zustande kommen, beinhaltet planmäßig bis zu 16.500 Waffen in sieben Losen über einen Gesamtzeitraum von fünf Jahren. Die ersten 8.000 Pistolen müssen bereits innerhalb von zwölf Monaten nach Zuschlagserteilung ausgeliefert werden. Das Gleiche gilt für die ebenfalls zum Angebotsumfang gehörenden modularen Tiefziehholster in zwei Ausführungen für Rechts- und Linksschützen mit der Möglichkeit zur Montage vor der Brust auf einem PALS-Tragesystem. Das ursprünglich bis zum 3. August für Bieter offene Verfahren sollte planmäßig mit einer Vergabe im Dezember zum Abschluss kommen. Die Abgabefrist wurde nun vorerst bis zum 1. Oktober verlängert, um der Vergabestelle die Möglichkeit zu geben auf die Rüge zu reagieren.

Grundlage für die Verschiebung der Abgabefrist und Prüfung der Bewertungskriterien ist ein Dokument der CITT vom 28.06.2021 welches Soldat & Technik in Gänze vorliegt.

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