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Die an der militärischen Evakuierungsoperation in Afghanistan beteiligten Soldaten der Bundeswehr werden mit einer neuen Einsatzmedaille ausgezeichnet. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Generalinspekteur Eberhard Zorn haben heute die ersten Medaillen in der Fallschirmjägerkaserne in Seedorf an die Truppe verliehen. Bereits letzte Woche Freitag wurde das das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse stellevertretend für alle Soldaten durch den Bundespräsidenten an Brigadegeneral Jens Arlt, dem militärischen Führer der Evakuierungsoperation, verliehen, S&T berichtete.

Neben weiteren Nationen beteiligte sich die Bundeswehr vom 16. bis zum 26. August an der Evakuierungsoperation in Kabul. Die Bundeswehr unterstützte die seinerzeit laufende Evakuierungsmission des Auswärtigen Amtes.

In den elf Tagen des Einsatzes haben die rund 500 deutschen Soldaten mit ihren Transportflugzeugen vom Typ A400M in 37 Flügen insgesamt 5.347 Personen aus Kabul ausfliegen können, darunter Bundesbürger, afghanische Ortskräfte sowie Bürger aus mindestens 45 anderen Nationen. Alle Flüge gingen von Kabul in das usbekische Taschkent, wo die Bundeswehr ein Drehkreuz eingerichtet hatte. Von dort aus wurden die evakuierten Menschen in gecharterten Maschinen der Lufthansa sowie teilweise auch bundeswehreigenen Transportfliegern weiter nach Deutschland verbracht.

Nach Angaben der deutschen Streitkräfte waren Fallschirmjäger, Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK), Feldjäger, Krisenunterstützungsteams, Sanitäter, Angehörige der Luftwaffe und weitere Spezialistinnen und Spezialisten aller Bereiche der Bundeswehr an Standorten in Deutschland, in Taschkent oder am Flughafen in Kabul eingesetzt, um die Evakuierung rund um die Uhr sicherzustellen.

Waldemar Geiger