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Die niederländischen Spezialkräfte werden zukünftig über ein neues Waffensystem, einen Mehrfach-Granatwerfer, verfügen, wie aus einem heutigen Beitrag auf der offiziellen Webseite des niederländischen Verteidigungsministeriums hervorgeht.

Bei den neuen Waffensystemen handelt es sich Mehrfach-Granatwerfer, welche bereits beschafft wurden und derzeit durch die niederländische Beschaffungsagentur Defence Materiel Organisation (DMO) getestet werden. Nach erfolgreicher Einsatzprüfung durch die DMO sollen die Granatwerfer für die Nutzung in der Truppe freigegeben werden.

Auch wenn kein explizites Waffensystem genannt wurde, handelt es sich bei der im Bericht abgebildeten mehrschüssigen Waffe um einen Multiple Grenade Launcher des südafrikanischen Herstellers Milkor.

Dieses halbautomatische Waffensystem kann in einem Revolvermagazin bis zu sechs 40-mm-Granaten aufnehmen. Vor dem ersten Schuss muss die Waffe durch den Schützen manuell gespannt werden. Der Gasdruck, der nach einem Schuss freigesetzt wird, erzeugt die Federspannung, die für die Drehung des Zylinders erforderlich ist. Durch diesen Mechanismus ist der Granatwerfer sofort für den nächsten Schuss einsatzbereit.

Das Feuerleitvisier FCU Mk3 von FN Herstal wurde unter anderem auch beim deutschen Soldatensystem IdZ-ES eingeführt. (Foto: Defensie)

Neben der Waffe wird dem Vernehmen nach auch das Feuerleitvisier des Typs FCU Mk3 von FN Herstal mitbeschafft, die mittels eines integrierten Ballistikrechners und Laserentfernungsmessers die Ersttreffgenauigkeit des Waffensystems erheblich erhöht.

Waldemar Geiger