StartStreitkräfteSpezialkräfte der Bundeswehr – aktuelle Rüstungsprojekte des KSK und KSM

Spezialkräfte der Bundeswehr – aktuelle Rüstungsprojekte des KSK und KSM

Waldemar Geiger und André Forkert

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Militärische Spezialkräfte sind ein strategisches Hochwertinstrument der nationalen Sicherheitspolitik, deren Leistungs- und Einsatzfähigkeit maßgeblich durch die personelle sowie materielle Ausstattung bestimmt wird. Entgegen landläufiger Meinung können die Spezialkräfte der Bundeswehr aber auf keinem der beiden Gebiete aus den Vollen schöpfen.

Im Rahmen der Personalgewinnung stellen die hohen Anforderungen der Spezialkräfte in puncto physische sowie psychische Belastung – besonders im Bereich der Einsatzkräfte – eine Hürde dar, die nur ganz wenige Soldaten überwinden können. Die Auswahlverfahren für Kommandosoldaten und Kampfschwimmer stehen zwar allen Geschlechtern gleichermaßen offen, bis heute hat jedoch noch keine Frau alle entsprechend notwendigen Auswahlverfahren bestanden, um für die Kommandoausbildung zugelassen werden zu können. Soldatinnen gibt es bei den deutschen Spezialkräften nur im Bereich der Unterstützungskräfte. Einer kürzlich veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage zufolge, gehören gegenwärtig rund 1.200 Soldatinnen und Soldaten dem Kommando Spezialkräfte (KSK) und etwa 400 dem Kommando Spezialkräfte Marine (KSM) an. Die Anzahl der Einsatzkräfte ist geheim und dürfte sich in einem niedrigen dreistelligen Bereich (KSK und KSM) befinden.

Auch im Bereich der Rüstungsbeschaffung verfügen die Spezialkräfte über keinen Sonderweg innerhalb des schwerfälligen und oft bürokratischen Beschaffungssystems der Bundeswehr, wobei die finanzielle Ausstattung der Spezialtruppen relativ gesehen besser ist als im Rest der Bundeswehr. Bereits zu Beginn des Jahres 2022, noch bevor das 100-Milliarden-Euro-Sondervermögen für die Bundeswehr aufgelegt wurde, waren für die Spezialkräfte der Bundeswehr Rüstungsprojekte im Gesamtwert von rund 1,4 Milliarden Euro auf den Weg gebracht worden.

Bekleidung und Ausrüstung

Eines der vielleicht wichtigsten, mittelfristigen Projekte bei den Spezialkräften ist das System Bekleidung, intern auch als BDU 2.0 (Battle Dress Uniform) bezeichnet.

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