StartMobilitätLuchs 2: neuer Name für Spähfahrzeug NG jetzt auch offiziell

Luchs 2: neuer Name für Spähfahrzeug NG jetzt auch offiziell

Nachdem sich kürzlich bereits Gerüchte um den Namen „Schakal“ für den Radschützenpanzer RCT-30 durch eine 25-Millionen-Euro-Vorlage zu dessen Beschaffung für den Haushaltsausschuss des Bundestages bestätigten (Soldat & Technik berichtete), ist nun auch die Bundeswehr-Bezeichnung „Luchs 2“ für das Spähfahrzeug der Neuen Generation offiziell: In einer Pressemitteilung vom gestrigen Montag verwendete das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) erstmals diesen Namen statt des bisherigen „Korsak“.

Anlass war die Beauftragung des Herstellers General Dynamics European Land Systems (GDELS) mit der Lieferung von 274 Fahrzeugen des Typs. Dies war in derselben Ausschusssitzung genehmigt worden wie die Beschaffung von 150 Schützenpanzer Schakal, jedoch war in der entsprechenden Vorlage immer noch vom SpähFz NG die Rede. Bundeswehrintern war allerdings schon seit einigen Wochen zu hören, dass das Fahrzeug auch im Namen an den alten 8×8-Späpanzer Luchs anknüpfen soll.

Luchs 2 auf Basis Piranha V 6×6

Der neue Typ wird auf Basis des Piranha V 6×6 realisiert, einer hochmobilen geschützten Landplattform. Zusammen mit den integrierten Aufklärungsfähigkeiten und Möglichkeiten zur Selbstverteidigung erfolgt mit den neuen Systemen ein Generationswechsel bei der Heeresaufklärungstruppe der Bundeswehr mit deutlichem Fähigkeitsaufwuchs für die fahrzeuggebundene Spähaufklärung. Denn trotz des zunehmenden Einsatzes von unbemannten Systemen bleibe die fahrzeuggebundene Aufklärung unverzichtbar, so das BAAINBw.

Dies gelte insbesondere bei schlechten Wetterbedingungen, in komplexem Gelände oder in Szenarien, die eine physische Präsenz und Nahaufklärung erfordern. Um den Anforderungen des „gläsernen Gefechtsfeldes“ gerecht zu werden und gleichzeitig die Nischen zu nutzen, in denen unbemannte Systeme an ihre Grenzen stoßen, würden modernste Aufklärungssensorik und leistungsfähige Informationsverarbeitungs- und Kommunikationssysteme verbaut.

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Neben dem passiven Schutz durch Panzerung werden die neuen Spähfahrzeuge zudem mit einer modernen 25-mm-Bordmaschinenkanone als wesentliches Element zur Selbstverteidigung ausgestattet. Die neuen Systeme sollen den Spähwagen Fennek, der 2028 sein Nutzungsdauerende erreicht hat, sukzessive ersetzen.

Redaktion/sab