StartS&T+Rocket Cargo: USA untersuchen suborbitale Verlegefähigkeit

Rocket Cargo: USA untersuchen suborbitale Verlegefähigkeit

Seit einigen Jahren untersuchen die U.S. Air Force (USAF) und U.S. Space Force (USSF) die Möglichkeit, amerikanische Truppen weltweit per Raumschiff zu versorgen oder gar zu verlegen. Die USAF begann 2018 mit entsprechenden Überlegungen und konsultierte 2020 mit dem Raumfahrtunternehmen SpaceX zum Einsatz wiederverwendbarer Raketen. 2021 wurde das Programm „Rocket Cargo“ offiziell angekündigt. Im Folgejahr erhielt SpaceX einen Fünfjahresvertrag im Wert von 102 Millionen Dollar (rund 87 Millionen Euro) zur Demonstration der notwendigen Technologie.

Geplant ist, frühestens 2026 einen Test unter Verwendung der schweren Trägerrakete Starship durchzuführen. Insgesamt soll es über vier Jahre hinweg jeweils bis zu zehn Missionen zu zwei Landeplätzen auf dem Johnston Atoll im Zentralpazifik geben. Ziel von Rocket Cargo ist es, eine Ladung von etwa 90 Tonnen innerhalb von weniger als einer Stunde zu jedem Punkt der Welt zu befördern. Das entspricht mehr als der Ladekapazität einer C-17 Globemaster III von 77,5 Tonnen bei erheblich höherer Geschwindigkeit und ohne die Erfordernis, diverse zwischenliegende Länder um Erlaubnis für die Nutzung des Luftraums oder Tankstopps zu bitten.