Im Ukrainekrieg zeichnen sich bei der gemeldeten ukrainischen Gegenoffensive im Süden des Landes tatsächliche Frontverschiebungen ab. Nachdem dies aufgrund der stark mit Drohnen und relativ wenig Truppen betriebenen Kriegführung, des ausgedehnten „Niemandslands“ zwischen den Stellungen beider Seiten und vielfach geschönten Frontberichten zunächst unklar war, scheinen ukrainische Truppen nunmehr in der Oblast Dnipropetrowsk, russische dagegen südwestlich davon entlang des Flusses Hajtschul vorzustoßen.

Erstere konnten damit zumindest abschnittsweise die russischen Kommunikations- und Steuerungsprobleme nach Sperrung von in Russland eingesetzten Starlink-Satellitenterminals und selbst zugefügter Drosselung der auch militärisch vielgenutzten Messenger-App Telegram in offensives Momentum umsetzen. Nach übereinstimmenden Darstellungen beider Seiten rückten sie im Süden von Dnipropetrowsk an zwei Stellen bis an die Grenze der von Russland offiziell annektieren Nachbaroblast Saporischschja beziehungsweise darüber hinaus vor.
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