Die Bundeswehr hat Medienberichten von dieser Woche widersprochen, wonach mehr als 25 Prozent der 18-jährigen Männer den seit Anfang des Jahres versandten Fragebogen zur Wehrerfassung nicht fristgerecht beantwortet hätten. Mit Stand 29. April habe das Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr mehr als 206.000 Anschreiben an Personen aller Geschlechter verschickt. Rund 86 Prozent der angeschriebenen Männer hätten den Fragebogen fristgerecht innerhalb von vier Wochen zurückgesandt, so die Bundeswehr in einer Pressemitteilung vom heutigen Freitag.
Nach einer ersten Erinnerung gaben demnach auch rund 73 Prozent der erinnerten Männer ihre Rückmeldung innerhalb der Fristerweiterung von zwei Wochen ab. Dies bedeute, dass mehr als 90 Prozent der angeschrieben Männer im betrachteten Zeitraum den Fragebogen ausgefüllt haben. Anders lautende Meldungen seien nicht korrekt. Die Rücklaufquote bei Personen anderen Geschlechts, die den Fragebogen im Gegensatz zu Männern nicht ausfüllen müssen, liege dagegen bei nur rund drei Prozent.
Wehrerfassung laut Bundeswehr erfolgreich gestartet
Das Bundesamt für das Personalmanagement kontaktiere nach Rücksendung des Fragebogens die Interessierten, um Informationen über mögliche Verwendungen, zum weiteren Ablauf und zu Beratungs- und Assessmentterminen zu übermitteln. Durch die Erfahrungen der ersten Monate würden laut Pressemitteilung die genutzten Mittel und Wege weiter verbessert, um für jede Interessierte und jeden Interessierten zeitgerecht das passende Angebot bereitstellen zu können.
Aus den positiven Rückläufern des Fragebogens seien bereits Musterungen (grundsätzliche Eignung) und Assessments (weitergehende Untersuchungen) durchgeführt, Geeignete für konkrete Verwendungen eingeplant und im laufenden Jahr eingestellt worden. Die Nichtbeantwortung des Fragebogens stelle für Männer eine Ordnungswidrigkeit dar, welche mit einem Bußgeld geahndet werden könne. Das Bundesministerium der Verteidigung plane derzeit ein Bußgeld in der Höhe von maximal 250 Euro. Das verwaltungsinterne Verfahren werde derzeit ausgearbeitet.
Redaktion/sab











