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Die estnischen Streitkräfte haben mit dem schwedischen Rüstungskonzern Saab einen Vertrag für die Lieferung von schultergestützten Mehrzweckwaffen des Typs Carl-Gustaf M4 im Wert von 9,8 Millionen Euro unterzeichnet. Dies gab das Unternehmen heute bekannt. Die Auslieferung der Systeme ist für den Zeitraum 2021-2022 vorgesehen.

Der Auftrag wurde innerhalb einer gemeinsamen Rahmenvereinbarung erteilt, die das Unternehmen mit Estland, Lettland und der schwedischen Rüstungsagentur FMV unterzeichnet hat. Die Rahmenvereinbarung ermöglicht es Estland, während eines Zeitraums von zehn Jahren Bestellungen für Carl-Gustaf M4-Abschussgeräte und Munition zu tätigen. Die estnischen Streitkräfte sind bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten Nutzer des Waffensystems Carl-Gustaf. Insgesamt sollen rund 250 M4-Systeme beschafft werden, um die derzeit in den estnischen Streitkräften in Nutzung befindlichen Carl-Gustaf M2 zu ersetzen.

Carl-Gustaf M4 ist die neueste Version des tragbaren, schultergestützten Mehrzweckwaffensystems. Es bietet den Anwendern eine breite Palette von Einsatzoptionen und ermöglicht es den Truppen, in jedem Szenario beweglich und effektiv zu bleiben. Die M4 ist auch mit intelligenten Visiersystemen (Feuerleitvisieren) und zukünftigen Technologieentwicklungen, wie z.B. programmierbarer Munition, kompatibel. So kann unter anderem das Feuerleitsystemen des Typs FCS13-RE von Aimpoint genutzt werden.

Seit der Markteinführung im Jahr 2014 hat Saab mit über einem Dutzend verschiedener Nationen Lieferverträge für Carl-Gustaf M4 unterzeichnet. Erst jüngst haben die norwegischen Streitkräfte sowie im Oktober 2020 die U.S. Army eine Beschaffung der schultergestützten Mehrzweckwaffen eingeleitet.

Waldemar Geiger