Print Friendly, PDF & Email

Die Bundeswehr hat eine Änderung des bestehenden Rahmenvertrages über die Herstellung und Lieferung von Maschinengewehren des Typs MG5 mit dem Hersteller Heckler & Koch vereinbart. Die Vertragsunterzeichnung erfolgte bereits am 16. April, wurde aber erst heute auf der europäischen Vergabeplattform TED veröffentlicht. Ende März haben sowohl der Haushalts- als auch der Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages  eine entsprechende 25-Millionen-Euro-Vorlage zur „Ergänzungsbeschaffung MG5“ gebilligt, S&T berichtete.

Gemäß der 25-Mio-Vorlage soll noch in diesem Jahr eine Ergänzungsbeschaffung von etwas mehr als 11.000 MG5 im Wert von rund 175 Millionen Euro aus dem neuen Rahmenvertrag abgerufen werden. Hinzu kommen Fahrzeugergänzungssätze, Sonderwerkzeuge, Ersatzteilbedarf sowie weitere logistische Leistungen für über 30 Millionen Euro. Die Lieferungen sollen in möglichst gleichen jährlichen Raten erfolgen. Bis 2024 soll rund zwei Drittel der abgerufenen Menge geliefert sein. Der Rest folgt ab 2025.

Aus dem bestehenden Rahmenvertrag wurden bis zum heutigen Zeitpunkt bereits 7.472 MG5 in den Version MG5 (Standard), MG5A1 (Einbauwaffe) und MG5A2 (Infanteriewaffe) abgerufen. Somit würden der Truppe nach Ende der Auslieferungen fast 19.000 Maschinengewehre dieser drei Typen zur Verfügung stehen. Der Rahmenvertrag ließe danach bei Bedarf den Abruf weiterer fast 4.000 MG5 zu.

Beim MG5 handelt es sich um einen zuschießenden Gasdrucklader mit verriegeltem Drehkopfverschluss und Long-Stroke-Gaskolbensystem im Kaliber 7,62 mm x 51, welcher auf dem ab Ende 2005 bei Heckler & Koch entwickelten HK121 basiert. Weitere Details zu der Waffe und die Geschichte der Waffe in der Bundeswehr können hier nachgelesen werden: MG5 – Bundeswehr erhält zusätzliche Maschinengewehre

Waldemar Geiger