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Nachdem die Bundeswehr heute Vormittag mit dem 36ten Flug weitere 154 Personen evakuieren konnte, ist der Evakuierungsanteil der Bundeswehrmission mit insgesamt 5.347 ausgeflogenen Personen aus 45 Nationen abgeschlossen worden. Die weiteren Flüge der deutschen A400M wurden für die Rückverlegung der in Kabul eingesetzten Soldaten genutzt. Nachdem sich am Nachmittag mehrere Explosionen am Abbey Gate des Flughafens ereignet haben, hat das Bundeswehrkontingent „die Notfallpläne für eine Emergency Departure ausgelöst und den Flughafen verlassen“, teilte die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer via Twitter mit.

Währenddessen haben sich Kramp-Karrenbauers Angaben zufolge noch zwei deutsche Soldaten zur Vorbereitung der Rückverlegung im US-Teil des Flughafens befunden und konnten daher nicht mit der letzten Maschine an Bord gehen. Diese wurden dann durch eine in der Nähe des Kabuler Luftraumes befindliche MedEvac A400M mitgeführt.

Nach Aussage der Verteidigungsministerin befand sich diese Maschine im Luftraum, um den Abzug der deutschen Truppen abzusichern. Mit dem Abflug der MedEvac-Maschine endete nach elf Tagen die Bundeswehrpräsenz in Kabul.

Die nach Kabul verlegte Ausrüstung wurde bereits im Vorfeld ausgeflogen. General Eberhard Zorn, Generalinspekteur der Bundeswehr, informierte am Donnerstagmittag in einer Pressekonferenz, dass die beiden Spezialkräftehubschrauber bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ausgeflogen wurden. Zorn erklärte weiterhin, dass es zu keinem Einsatz der Hubschrauber gekommen ist. Die beiden Maschinen sollen im weiteren Verlauf von Taschkent nach Deutschland verbracht werden.

Die Bundeswehr hat die zwei Hubschrauber vom Typ H145M erst in der Nacht von Freitag auf Samstag nach Kabul verlegt, um damit im Bedarfsfall besonders gefährdete Personen aus Kabul in den gesicherten Teil des Flughafens verbringen zu können. Der Einsatz der deutschen Hubschrauber sollte im Verbund mit US-Hubschraubern erfolgen, welche unter anderem für die Deckung aus der Luft zuständig wären, S&T berichtete.

In einem letzten Schritt müssen nun die letzten evakuierten Personen, sowie die Bundeswehrsoldaten und weitere am Drehkreuz in Taschkent befindliche Regierungsvertreter aus Usbekistan nach Deutschland ausgeflogen werden.

Unsere weitere Berichterstattung zu dem Thema finden sie hier:

Militärische Evakuierungsoperation in Afghanistan: Hauptkräfte zurückgekehrt

Unsere vorherige Berichterstattung zu der militärischen Evakuierungsmission der Bundeswehr in Afghanistan:

Waldemar Geiger