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Smartphones haben die Kommunikation schneller und einfacher gemacht: den Nutzern stehen nie dagewesene Möglichkeiten zur Verfügung.

Diese sozusagen tragbare Hyperkonnektivität immer und überall bietet sofortigen Zugang zu Informationen und hat ein grenzenloses Potenzial.

Das digitale Zielfernrohr ELCAN Specter® (DFCS) ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer intelligenten Optik, die optische Waffenzielgeräte so verändern wird wie Smartphones die globale Kommunikation verändert haben. Das Specter DFCS ist jetzt einsatzbereit und wird bereits von mehreren verbündeten Streitkräften in der ganzen Welt eingesetzt.

„Wie das Schlagwort, das vor Jahren für Sofortbildkameras verwendet wurde, sind intelligente Optiken –  oder Smartoptics – eine „Point-and-Shoot“-Technologie“, sagt Kevin Wagner, Senior Electrical Designer bei Raytheon ELCAN, einer Tochtergesellschaft von Raytheon Intelligence & Space. „ELCAN-Digital-Zielfernrohre lösen Probleme schneller und erfordern weniger Benutzerschulung, damit kann das Gefechtsfeld über 600 m hinaus erweitert werden.“

Intelligente Optiken nutzen aktive Technologien wie einen integrierten Laserentfernungsmesser, um Soldaten bei der schnellen Lösung von Problemen zu unterstützen und sie sicherer und effektiver zu machen. Die Smartoptic berechnet schnell die Entfernung und setzt die Daten in eine ballistische Lösung um.

Das ELCAN Specter DFCS-Visier vereint robuste, zuverlässige ELCAN-Optik und fortschrittliche Sensoren – einschließlich eines Laserentfernungsmessers – in einem Zielfernrohr mit 1-8 fachem Zoom. Mit Hilfe einer maßgeschneiderten Software und eines bewährten ballistischen Computerchips berechnet das Visier einen korrigierten Zielpunkt unter Berücksichtigung von Ballistik, Entfernung, Feuchtigkeit, Temperatur und Luftdruck. Anschließend wertet es innerhalb von Sekunden Umgebungs- und Einsatzdaten aus und berechnet ein „digitally disturbed“ Absehen. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, das Ziel mit dem ersten Schuss zu treffen, und der Soldat ist besser geschützt.

Der anhaltende Einfluss von SWaP-C

Der erste elektronische Computer, https://www.britannica.com/technology/ENIAC, wurde im Zweiten Weltkrieg zur Berechnung von Schießtafeln für die Artillerie entwickelt. Er war riesig und erzeugte so viel Wärme, dass er eine eigene Klimaanlage benötigte. Das System führte die Berechnungen schneller und einfacher durch als der manuelle Prozess, aber die Neuprogrammierung dauerte Tage. Es war damals schwer vorstellbar, dass tonnenschwere Computer, die ganze Räume einnahmen, eines Tages in eine Handfläche passen und sofortige Lösungen liefern würden.

„Wir haben die Kerntechnologie und -funktionalität definiert“, sagt Sean Diening, Leiter des Programm-Managements für Raytheon ELCAN. „Jetzt arbeiten wir daran, es kleiner und leichter zu machen und weniger Strom zu verbrauchen. Das Visier wird sich mit der Technologie weiterentwickeln.“

Das Unternehmen arbeitet mit strategischen Kooperationspartnern zusammen, um bahnbrechende Technologien wie Stromversorgung durch die Montageschienen, drahtlose Stromversorgung und Augmented Reality zu nutzen, um das Visier mit erweiterten Funktionen auszustatten und gleichzeitig das Gewicht zu reduzieren.

Overmatch-Vorteil

In einem kürzlich durchgeführten Feldversuch verfehlten ungeübte Schützen mit herkömmlichen Optiken jedes Ziel auf 600, 700 und 800 m. Mit dem ELCAN Specter DFCS-Visier trafen dieselben Schützen die Ziele in 100 % der Fälle.

„Ich habe das selbst erlebt“, sagt Wagner. „Mein Kollege ist ein unerfahrener Schütze – er hat das Ziel auf 700 m mit einer herkömmlichen Optik nicht mehr getroffen, dafür aber sofort beim ersten Schuss mit dem DFCS.“

Ein Unterscheidungsmerkmal der ELCAN-Visiere ist die extern montierte Justierung. Anstatt dass der Schütze den Entfernungsmesser und das Visier unabhängig voneinander einstellen muss, werden der ELCAN-Entfernungsmesser und die Optik im Werk gleichzeitig aufeinander abgestimmt. Die Nulleinstellung bleibt konstant und muss nie mehr wiederholt werden. Das Specter DFCS ist schneller zu justieren und schneller zu bedienen.

Laufende Entwicklung

Die Verbesserung der Effektivität von Soldaten ist eine Herausforderung in mehreren Bereichen, bei der es gilt, widersprüchliche Systemanforderungen wie Gewicht und Leistung mit dem Wunsch nach höheren Fähigkeiten in Einklang zu bringen. Das digitale Zielfernrohr ELCAN Specter DFCS mit 1-8fachem Zoom ermöglicht tragbare Funktionen im vernetzten Gefechtsfeld. ELCAN verfolgt bei der Entwicklung von Smartoptics einen modularen Ansatz.

In der nächsten Phase der Produktentwicklung werden drahtlose Kommunikationsmittel und Kameras in die Visiere integriert, damit die Truppen und die Einsatzleitung Bilder und Informationen in Echtzeit austauschen können. Die Integration von Wärmebild- oder bildverstärkten Sensoren (I2) wird es den Soldaten ermöglichen, rund um die Uhr mit einem einzigen Visier zu operieren.

„Der Vorteil von ELCAN ist, dass wir nicht nur ein Hersteller von Zielfernrohren sind, sondern auch ein Innovationszentrum für Optik“, so Wagner. „Dieses SmartOptic der nächsten Generation vereint unsere beiden Welten – das Erbe der Präzisionsoptik in Kombination mit Forschung und Entwicklung, um fortschrittliche Technologien zu nutzen.“

Der modulare Designansatz von ELCAN ist ein mehrjähriger Entwicklungsprozess der Technologie und kein fester Zeitrahmen. Die nächsten Schritte in ELCANs modularem Designkonzept werden vernetzte Visiere, fusionierte Visiere und hochentwickelte Sensoren umfassen.

„Unser missionsübergreifendes Fachwissen verschafft uns und unseren Kunden einen Wettbewerbsvorteil bei künftigen Entwicklungen“, so Diening. „Wir untersuchen aktiv, wie wir unsere Erfahrungen mit Technologien wie LiDAR einbringen können, um das Gefechtsfeld noch weiter auszubauen und den Soldaten eine aktive Lösung zu bieten.“

Daten in verwertbare Informationen umwandeln – und zwar schnell

Der perfekte Schuss braucht Zeit – Zeit, die man auf dem Gefechtsfeld nicht immer hat. Die Entfernung verstärkt die Wirkung von Faktoren wie Ballistik und atmosphärischem Druck. Das ELCAN DFCS erfasst acht Datenpunkte (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Entfernung, Waffe, Munition sowie Neigung und Verkantung der Waffe) und reduziert sie in Sekundenbruchteilen auf eine einzige, verwertbare ballistische Lösung.

„Die Lösung auf Meereshöhe und bei 25 Grad ist eine andere als bei minus 20 Grad in den Bergen“, so Diening. „Dieses Visier berücksichtigt all diese Informationen. Es hilft den Soldaten nicht nur, besser und weiter zu sehen, sondern auch, schnellere und bessere Entscheidungen zu treffen“, so Diening.

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