StartBewaffnungLoitering Munition – US-Spezialkräfte beschaffen zweites Los Switchblade 600

Loitering Munition – US-Spezialkräfte beschaffen zweites Los Switchblade 600

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Das U.S. Special Operations Command (USSOCOM) beschafft ein zweites Los der Loitering Munition vom Typ Switchblade 600, wie das in Kalifornien ansässigen Unternehmen AeroViroment gestern bekannt gab. Der Auftrag im Wert von 20,3 Millionen US-Dollar beinhaltet die Lieferung einer nicht näher bezifferten Anzahl an Wirkmitteln. Die Ausführung des Auftrages ist bis Januar 2023 vorgesehen.

Das Ende September 2020 der Öffentlichkeit vorgestellte Waffensystem erreicht bei einer Flugdauer von 40 Minuten eine Reichweite von 80 km und eine Höchstgeschwindigkeit von 169 km/h im Endanflug. Bei einem Gewicht von 22,7 kg ist die Switchblade 600 am oberen Ende der Skala tragbarer Waffen und eignet sich daher zur Integration in eine Reihe von Land und Wasserfahrzeugen, sowie Hubschraubern. Durch die Einbindung in leichte Verbringungsmittel können auch kleine, auf sich gestellte Spezialkräfteelemente verhältnismäßig große Räume abdecken, selbstständig Ziele suchen und bekämpfen.

Die gestern bekanntgegebene Beschaffung basiert auf einem Vertragsschluss mit dem USSOCOM, welche laut den Angaben von AeroViroment bereits Ende September erfolgte. Die Übereinkunft über ein erste Los im Wert von 26 Millionen US-Dollar wurde bereits im April kommuniziert. Die damals erfolgte Bestellung beinhaltet nicht nur die Lieferung von Switchblade 600 Wirkmitteln, sondern auch die die Integration in ein nicht näher benanntes maritimes Fahrzeug für Spezialkräfte. Beide Lose sollen bis Januar 2023 ausgeliefert werden.

Die Switchblade 600 ist das zweite Mitglied der AeroViroment Loitering Munition-Familie und erweitert diese mit einem Multifunktionssprengkopf um die Fähigkeit zur Panzerabwehr. Die kleine und deutlich leichtere Switchblade 300 ist bereits seit fast einem Jahrzehnt in der Nutzung des USSOCOM. Auch diese kompakte Loitering Munition wurde bereits in Fahrzeuge und sogar dem MV-22 Osprey als fliegende Plattform integriert.

Kristóf Nagy