StartBewaffnungSpear-22 – Zypriotische Loitering Munition auf EDEX 2023 vorgestellt

Spear-22 – Zypriotische Loitering Munition auf EDEX 2023 vorgestellt

Kristóf Nagy

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Das zypriotische Unternehmen CyRIC AGS hat auf der Anfang Dezember ausgerichteten Rüstungsmesse EDEX 2023 seine Loitering Munition vom Typ Spear-22 gezeigt. Dies gab das Unternehmen zum Beginn der Messe am 4. Dezember in einer Stellungnahme bekannt. Unternehmensangaben zufolge befindet sich das Wirkmittel kurz vor Beginn der Zertifizierungsphase.

Das in der zypriotischen Hauptstadt Nikosia ansässige Unternehmen CyRIC AGS ist ein Entwicklungsbüro mit dem Schwerpunkt unbemannte Systeme und Aufklärungs- und Überwachungstechnik. Neben unbemannten Luftfahrzeugen (UAS), ausgeführt als Flächen- oder Multicopter-Drohnen, gehören auch Bodensysteme (UGV) zu den Entwicklungsfeldern. Auf der EDEX 2023 zeigte das Unternehmen die noch in der Entwicklung befindliche Spear-22 Loitering Munition. Ausgestattet mit zwei klappbaren Flügelpaaren an Bug und Heck kann das Luftfahrzeug sowohl aus einem mobilen Startbehälter als auch in Form einer Außenlast von Hubschrauber oder Kampfdrohnen (UCAV) zum Einsatz gebracht werden.

Herstellerangaben zufolge soll die Nutzlast bei einem maximalen Startgewicht von 40 kg bis zu 15 kg betragen können. Diese kann aus unterschiedlichen Sensorpaketen und Wirkmittelladungen bestehen. Laut CyRIC sind sowohl Sprengköpfe mit Splitterwirkung als auch Hohladungsgefechtsköpfe einrüstbar. Durch den modularen Aufbau sei die Loitering Munition auch für reine Aufklärungsmission ohne Gefechtskopf mit anschließender Wiederverwertung nach erfolgter Landung nutzbar und zudem überaus einfach in der Wartung. In der Transportposition mit eingeklappten Flügeln ist die Spear-22 244 cm lang und kann sowohl aus einem Startbehälter vom Boden aus verschossen, oder als Außenlast durch Luftfahrzeuge mitgeführt werden. Der Hersteller gibt die Reichweite, je nach Nutzlast und Einsatzart bzw. Starthöhe mit 60 km bis 120 km an. Die Flugzeit variiert entsprechend zwischen 45 bis 90 Minuten. Der elektrische Antrieb mit einer Luftschraube im Heck kann die Spear-22 auf eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 140 km/h beschleunigen.

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Das Unternehmen CyRIC AGS zeigt exemplarisch, dass unbemannte Systeme potenziell auch durch Nationen entwickelt und gefertigt werden können, welche traditionelle über keine besonders ausgeprägte Rüstungsindustrie verfügen. Dies ist insbesondere im Falle von Loitering Munition relevant, da diese ein kostengünstiges und effizientes Wirkmittel darstellen können. Im Falle von Schwellen- und Entwicklungsländer kommt noch die Gefahr einer unkontrollierten Proliferation hinzu.

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Kristóf Nagy