StartMobilitätUSMC und U.S. Navy: T7-Roboter zur Kampfmittelbeseitigung

USMC und U.S. Navy: T7-Roboter zur Kampfmittelbeseitigung

Die U.S. Navy und das U.S. Marine Corps (USMC) haben den T7-Roboter/Manipulator ausgewählt, um ihre Fähigkeiten zur Kampfmittelbeseitigung zu verbessern. Das für Hochrisikoeinsätze entwickelten Robotersystem soll die Streitkräfte und das EOD-Personal (Explosive Ordnance Disposal) besser vor Gefahren schützen. Anbieter L3Harris Technologies hat dazu einen Auftrag zur Unterstützung der U.S. Navy und des USMC für 34 großen T7-Systeme erhalten.

Die L3Harris T7-Roboter tragen dazu bei, die Truppen zu schützen, indem sie explosive Bedrohungen aus sicherer Entfernung neutralisieren. Das Unternehmen hat die Robotersysteme für Hochrisikoeinsätze entwickelt und bietet Mobilität, Manipulationsmöglichkeiten und intuitive Steuerung. Die Lieferungen im Rahmen dieses mehrjährigen Vertrags sollen in diesem Jahr beginnen. L3Harris wird außer den Robotersystemen auch umfassende Bedienerschulungen anbieten.

USMC und Navy folgen U.S. Air Force

Dieser Auftrag folgt auf einen Auftrag der U.S. Air Force über mehr als 100 Roboter im Jahr 2021. Die australischen Streitkräfte und das britische Verteidigungsministerium setzen ebenfalls T7- und mittelgroße T4-Roboter zur Unterstützung ihrer EOD-Einsätze ein. Der T7-Roboter biete erstklassige Mobilität, Manipulationsmöglichkeiten und intuitive Steuerung und liefere kompromisslose Leistung, so der Hersteller.

„Die L3Harris T7-Robotersysteme, die sowohl von der Marine als auch von den Marines für ihre hervorragende Geschicklichkeit und Leistung anerkannt werden, verschaffen ihnen einen entscheidenden Vorteil bei ihren anspruchsvollsten EOD-Einsätzen“, sagte Dave Kornick, Präsident für Intelligence and Cyber, Space and Mission Systems bei L3Harris. „Wir fühlen uns geehrt, die Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium und unseren wichtigen Partnern in Großbritannien und Australien fortzusetzen, die ebenfalls die modernste verfügbare Robotertechnologie einsetzen.“

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T7 terminiert Todesfallen

Das unbemannte Bodenfahrzeug (UGV) T7 wurde für die anspruchsvollsten Einsätze entwickelt und bietet Fähigkeiten für Kampfmittelbeseitigung, die Beseitigung gefährlicher Stoffe, Aufklärung, Überwachung und Erkundung (ISR) sowie Spezialeinsätze. Die Benutzeroberfläche des großen T7-Roboters bietet dank haptischer Kraftrückkopplung menschenähnliche Geschicklichkeit. Ein robustes Kettenfahrwerk in Automobilqualität sorgt für Mobilität und Manövrierbarkeit. Der T7 unterstützt eine Vielzahl von Militär- und Polizeieinsätzen, einschließlich der Bekämpfung von improvisierten Sprengvorrichtungen (IEDs) in Fahrzeugen.

Das Systemgewicht liegt bei 322 Kilogramm (mit installiertem Arm und Batterien), und die Abmessungen betragen (L x B x H) 120,1 x 70,1 x 116,1 Zentimeter. Laut Hersteller reicht die Stromversorgung für bis zu acht Stunden Betriebszeit, genutzt werden zwölf BB-2590-Batterien. Die Fortbewegung erfolgt über ein Kettenfahrwerk mit Differentiallenkung, damit kann der T7 bis zu sieben km/h schnell fahren und auch Treppen und Steigungen über 45 Grad überwinden. Die maximale Querneigung liegt bei über 30 Grad.

Der T7 kann sich auch in schwierigem Gelände fortbewegen.
Der T7 kann sich auch in schwierigem Gelände fortbewegen. (Foto: L3Harris)

Umfangreiches Angebot von Aufbausystemen

Zwei Fahrkameras (vorne, hinten) unterstützen den Bediener, hinzu kommen eine PTZ-Mastkamera mit 30-fachem Zoom und eine zoomfähige Greiferkamera, eine optionale Kamera am mittleren Arm sowie vier an den Kotflügeln montierte Eckkameras. Die Funkreichweite wird mit über 1.000 Metern (bei Sichtverbindung) angegeben, bei Nicht-Sichtverbindung mit über 300 Metern. Das System ist für den Einsatz mit aktiven Störsendern EMI-abgeschirmt und bietet eine maximale Wattiefe von 25,4 Zentimetern.

Der Manipulatorarm hat eine Reichweite von 2,2 Metern horizontal und 3,1 Metern vertikal sowie eine Hebe-/Tragfähigkeit von über 113 Kilogramm in der Nähe des Fahrgestells beziehungsweise 27 Kilogramm bei voller Ausladung. Neben dem kraftsensitiven Greifer mit nichtleitendem Drahtschneider werden weitere umfangreiche Anbausysteme angeboten. Das System unterstützt bis zu vier Sprengvorrichtungen insgesamt, davon bis zu zwei große (PAN, Pigstick, Hotrod, RE70 usw.).

Redaktion/AF