StartMobilitätRussland zeigt BTR-22 und Sarma-MLRS in Saudi-Arabien

Russland zeigt BTR-22 und Sarma-MLRS in Saudi-Arabien

Auf der Rüstungsmesse World Defense Show 2026 im saudi-arabischen Riad hat das russische Unternehmen Rosoboronexport seinen neuen Radschützenpanzer BTR-22 vorgestellt. Das Fahrzeug entstammt einer langen Linie achträdriger Mannschaftstransporter, die den BTR-60, -70, -80 und -90 umfasst. Das erstmals 2023 als Prototyp gezeigte neueste Mitglied enthält Elemente des bislang nicht eingeführten Radschützenpanzers VPK-7829 Bumerang und setzt Erfahrungen aus dem Ukrainekrieg um.

So hat der BTR-22 einen V-förmigen Wannenboden gegen Minenwirkung und ist für die Ausstattung mit Gitterkäfigen gegen Panzerabwehrwaffen und Drohnen vorbereitet. Der Grundschutz ist im Front- und seitlichen Bereich auf Beschuss bis zum Kaliber 14,5 mm ausgelegt und kann durch modulare Zusatzpanzerung verstärkt werden. Der Dieselmotor JaMS-536 mit etwa 330 PS und manueller Fünfgang-Schaltung ist erstmals vorne rechts angeordnet. Das ermöglicht den auf schockresistenten Sitzen im hinteren Kampfraum untergebrachten acht Schützen das Absitzen über eine große Hecktür, während dies bei früheren BTRs durch zwei seitliche Luken erfolgen musste.

Balista-Version des BTR-22 mit neuer Waffenstation

Die Fahrzeugbesatzung im vorderen Kampfraum besteht aus Kommandant und Fahrer, die Bewaffnung aus einer 30-mm-Maschinenkanone 2A72 und einem koaxialen 7,62-mm-Maschinengewehr PKTM in einem vom BTR-82A bekannten Ein-Mann-Turm BPPU-1 in der Fahrzeugmitte. Dieser Turm ist in zwei Achsen stabilisiert und enthält die Zieloptik TKN-4GA-01 mit Tag- und Nachtsichtgeräten sowie einem Laser-Entfernungsmesser.

Die BTR-22-Version Balista ersetzt ihn durch eine modulare Waffenstation mit der schneller feuernden Kanone 2A42 und der Möglichkeit zur Aufnahme eines Starters für die Panzerabwehrlenkwaffe 9M113 Konkurs auf jeder Seite. Zudem soll Balista über eine verbesserte Panzerung verfügen. Das Fahrzeug hat ein Kampfgewicht von 20 Tonnen, ist schwimmfähig und erreicht eine Straßengeschwindigkeit von mindestens 80 km/h bei 750 Kilometern Reichweite. Bei den russischen Streitkräften war er erstmals während des Manövers Sapad 2025 in Belarus zu sehen.

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Neben anderen Systemen zeigt Rosoboronexport in Riad zudem das Raketenartilleriesystem Sarma, gewissermaßen ein „HIMARSki“. Dieses verfügt über sechs Startrohre für Raketen im Kaliber 300 mm, wie sie auch zu zwölft von den schwereren Systemen 9A5-2 Smertsch und 9A53 Tornado verschossen werden. Als Fahrgestell dient ein 8x8Lkw KAMAZ-63501. Die verringerte Masse soll die Mobilität erhöhen, wie die Ukraine dies mit dem amerikanischen M142 HIMARS demonstriert hat.

Stefan Axel Boes