Das polnische Rüstungsunternehmen Niewiadów Polska Grupa Militarna S. A. (GNSA) ist eine Kooperation mit der amerikanischen Northrop Grumman und ST Engineering aus Singapur zur Produktion von 155- und 40-mm-Munition in Polen eingegangen. Nach Angaben von Niewiadów-CEO Adam Januszko wollen die Partner eine robotisierte Fabrik für die Herstellung von 180.000 Schuss des Kalibers 155 mm pro Jahr errichten.
In Zusammenarbeit mit ST Engineering soll zudem eine Produktionslinie für jährlich bis zu 480.000 Schuss Kaliber 40 mm aufgebaut werden. Laut Januszko soll dies die Souveränität von Munitionslieferungen für Polen und seine NATO-Partner sicherstellen. Polen will im Rahmen des EU-Kreditprogramms Security Action for Europe (SAFE) insgesamt 6,5 Milliarden Euro für die Munitionsbeschaffung ausgeben.
Polen baut Produktion von Artilleriemunition stark aus
Schon im vergangenen Sommer war die Versechsfachung der 155-mm-Jahresproduktion auf 180.000 Schuss bis 2027 geplant. Die staatliche Holding Polska Grupa Zbrojeniowa (PGZ) ging schließlich eine Partnerschaft mit BAE Systems für den Bau von drei entsprechenden Fertigungsanlagen mit einer anfänglichen Jahresproduktion von 130.000 Schuss ein. Daneben engagieren sich Privatunternehmen wie Niewiadów in diesem Bereich.
Die Gruppe hat neben dem polnische Bedarf auch den Exportmarkt im Auge und bereitet derzeit zudem für Ende April den Gang auf das Haupt-Parkett der Warschauer Börse vor. Bislang ist das Unternehmen nur an deren NewConnect-Markt für kleinere Firmen und Start-ups gelistet. Neben Groß- und Kleinkalibermunition sind Minen, Handwaffen, Drohnen und militärische Logistik weitere Geschäftsbereiche.
Redaktion/sab











