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Ein ukrainischer Industrie Verbund hat letzte Woche auf der Arms and Security 2021 Messe in Kiew die modernisierte Version des aus der Zeit der Sowjetunion stammenden Panzerjäger Shturm-S unter der Bezeichnung Barrier-S vorgestellt.

Die Weiterentwicklung umfasst neben einem neuen Panzerabwehrlenkflugkörper auch ein deutlich verbessertes Sensorik- und Kommunikationspaket.

Shturm-S

Der Lenkflugkörper Jagdpanzer Shturm-S wurde Ende der 1970er Jahre in der ehemaligen Sowjetunion in Dienst gestellt. Als Fahrzeugplattform für das System diente eine modifizierte Version des weit verbreiteten, leicht gepanzerten Mehrzweckfahrzeugs MT-LB mit der Bezeichnung 9P149. Das Fahrzeug mit einer geschweißten Wanne bietet Schutz gegen Beschuss mit Handwaffen und Artilleriesplitter und wiegt 12,3 Tonnen. Der JaMS-238 Dieselmotor mit 261 PS sorgt für eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h bei einer Reichweite von 500 km auf befestigten Straßen. Als Hauptbewaffnung sind insgesamt zwölf Startbehälter für zumeist Lenkflugkörper des Typs 9K114 Schturm oder 9K120 Ataka vorgesehen, welche beim Transport in die Wanne abgesenkt werden. Beide Waffen werden nach dem SACLOS Prinzip über eine Funkverbindung per halbautomatischer Steuerung und Sichtverbindung in das Ziel gesteuert. Bei einer Bauhöhe von gerade einmal 186 cm ist der Shturm-S mit einer bemerkenswert niedrigen Silhouette geradezu prädestiniert für den Feuerüberfall aus dem Hinterhalt.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verblieben knapp 400 dieser Gefechtsfahrzeuge bei den ukrainischen Streitkräften. Seit 2014 wurden das Shturm-S System auch im Donbass eingesetzt

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