StartFührung & Kommunikationtraser P99 Q Tactical: Nukleartechnologie für das taktische Handgelenk

traser P99 Q Tactical: Nukleartechnologie für das taktische Handgelenk

Waldemar Geiger

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Zeit kann man bekanntermaßen nicht kaufen, wohl aber Instrumente, mit denen man diese präzise zu jeder Tageszeit und auch unter widrigsten Umständen ablesen kann. Die Schweizer mb-microtec ag – Inhaberin der Marke traser – hat mit der P99 Q Tactical ein solches Präzisionsinstrument entwickelt, die auch die speziellen Anforderungen des militärischen Alltages problemlos meistert. Für die Schweizer ist dies nicht der erste Ausflug in die Gefilde der taktischen Zeitmesser, schließlich hat das Unternehmen bereits 1989 im Auftrag der US-Streitkräfte die erste selbstleuchtende Uhr der Welt entwickelt.

Die Zeitmessung der P99 Q Tactical erfolgt mittels eines Quarz-Uhrwerks aus Schweizer Fertigung, welches durch ein robustes 46-mm-Doppelgehäuse und anti-reflektierendem Saphirglas geschützt wird. Das Doppelgehäuse besteht im Inneren aus einem Stahlcontainer und ist von außen mit einem kohlefaserverstärkten Polymer ummantelt. Die Wasserdichtigkeit beträgt traser zufolge 20 Bar, was dazu führt, dass man mit der Uhr problemlos in mitteltiefem Wasser tauchen kann.

Gut verstellbare Textil- oder wahlweise auch Kautschuk-Armbänder halten die Uhr präzise am Handgelenk. Die beidseitig drehbare Lünette aus schwarzem Polymer ist markant wuchtig und robust designt, so dass eine exakte Bedienung auch mit Handschuhen gewährleistet ist.

Die auf in traser-Uhren standardmäßig integrierte Selbstleuchttechnologie – die weder Lichteinstrahlung, noch eine externe Energiequelle erfordert – in der Lünette sowie auf den Zeigern und den Stundenindizes erlaubt es zudem die Zeit ohne der Notwendigkeit der Bedienung der Uhr auch bei länger andauernder absoluter Finsternis akkurat abzulesen.

Nukleartechnologie

Analog zum Urgestein kommt auch bei der P99 Q Tactical die trigalight Selbstleuchttechnologie auf Basis von Tritium zum Einsatz, welche im Gegensatz zur Verwendung von selbstleuchtender Farbe – deren Leuchtkraft bereits nach wenigen Stunden Dunkelheit stark nachlässt – über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren eine konstante Leuchtkraft aufweisen.

Auch in der tiefsten Nacht oder absoluter Dunkelheit kann die Zeit dadurch jederzeit präzise und leicht sichtbar abgelesen werden. Sollten trotz der robusten Bauweise unerwartet doch Beschädigungen auftauchen oder die Uhr über mehrere Jahrzehnte hinweg genutzt werden, können die Leuchtelemente bei Bedarf ausgetauscht und das verwendete nukleare Material recycelt werden.

Das Funktionsprinzip von trigalight ist wie folgt: Die Innenseite kleiner Glaskapillare wird mit einem lumineszierenden Pulver (Zinksulfid) beschichtet. Daraufhin werden die Kapillare mit dem radioaktiven Tritiumgas befüllt und hermetisch abgedichtet. Wenn das Tritium zu Helium 3 zerfällt, werden Elektronen ausgesendet, die die lumineszierende Beschichtung zu einem über Jahre hinweg konstanten Leuchten anregen. Das verwendete Tritium hat eine Halbwertszeit von 12,32 Jahren und sendet Beta-Strahlung aus, die die Haut nicht durchdringt. Die emittierte Strahlung liegt deutlich unter der Strahlendosis durch natürliche Hintergrundstrahlung. Den Angaben des Herstellers nach würde die Strahlungsdosis, wenn alle in einer Uhr verwendeten Glaskapillare gleichzeitig brechen würden – was praktisch ein Ding der Unmöglichkeit ist, gerade mal 0,004 Millisievert betragen. Nur zum Vergleich bei eine 6.000 Kilometerflug, was in etwa einem Transatlantikflug entspricht, wird der menschliche Körper einer natürlichen Strahlendosis von 0,06 Millisievert, also mehr als dem Zehnfachen, ausgesetzt.

Waldemar Geiger